Frankreich

Nachdem ich die letzten zwei Wochen im Mai in Frankreich, dank eines Stipendiums der europäischen Gesellschaft für Handchirurgie, verbracht habe, galt es das Training der Fremden neuen Umgebung anzupassen und mich bestmöglich mit einem unregelmäßigen Tagesablauf anzufreunden. Die Umgebung gestaltete sich jedoch als recht nervenaufreibend, denn die Franzosen sind doch konservativer was Öffnungszeiten anbelangt, als man meinen möchte. Nachdem bald klar war, dass ich mein Rad zu hause lassen musste, blieb mir nichts anderes übrig als dem Schwimmen und Laufen meine volle Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Doch selbst das Schwimmen war trotz toller Schwimmbäder in Nantes, sowie in Lille nicht ohne Aufwände zu absolvieren – Die spätesten Züge konnte ich jedenfalls bis 20:30 Uhr absolvieren. Da ich frühestens um 19Uhr die Klinik verlassen konnte, kann man sich ja ausmalen wie lange meine Einheiten ausfielen. Aber da der Triathlon ja nur die schönste Nebensache der Welt ist, galt es auch hier einen kühlen Kopf zu bewahren und soviel wie möglich zu trainieren. Zum Glück kann ich nicht sagen wie viel Leistung ich im direkten Vergleich zu regulären Umständen und Schwimmbäder-Öffnungszeiten bis 23Uhr schulden musste, doch die fachspezifische Erfahrung und die Eindrücke, die ich bei meinen Klinikaufenthalten sammeln durfte, machen dies mehr als wett. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich hatte eine super Zeit!

Zurück daheim gilt es jetzt Vollgas zu geben und vor allem die guten Trainingskonditionen zu nutzen 😉 …die Saison kann kommen!

Eure Elli

 

Die Duathlon-Saison 2013

Nachdem ich mich Anfang des Jahres dazu entschieden hatte, dieses Jahr meiner Laufstärke etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, packte mich die Entscheidung: Ich will bei den deutschen Meisterschaften im Duathlon starten. Als ich dann das Datum rausfand, zuckte ich kurz, da es sich um den 28.4. handelte, ein Tag nach meinem Geburtstag, aber schnell entschied ich mich: Ich will da starten. Gesagt, getan. Zunächst überlegte ich mir, dass es vielleicht ganz sinnvoll wäre vor einer Meisterschaft zumindest einmal diesen Wettkampfmodus zu üben. Also entschied ich (immer recht kurzfristig, weil ich mich ja nach dem Dienstplan richten muss) in Niedersachsen, bei dem Beeke Duathlon mitzumachen. Die Strecken waren auch für das erste Radrennen ganz human: 5-20-5. Nach einem super Einstieg in die Duathlon Welt  (mit einem 2. Platz) packte mich der Ehrgeiz und ich meldete eine Woche später in Bayern den nächsten Duathlon  – diesmal die für mich lange Kurzdistanz (10-40-5). Hier galt es – wie in der Ausschreibung erwähnt –  einen bestimmten Berg 7 mal zu befahren; dieser hatte es in sich! Die 40km kamen mir jedenfalls ewig lang vor und ich denke, dass ich ziemlich bald in einen „Komfortmodus“ überging. Die Radzeit war daher nicht gerade die Beste …aber um ehrlich zu sein, war ich – vom Trainingslager mal abgesehen – keine 10 mal auf dem Rad gesessen. Ich beendete den Wettkampf ziemlich erschöpft mit dem unglücklichen 4. Platz. …jedoch um eine Erfahrung reicher – nämlich dass ich es packe 10km und 5km in einem Wettkampf zu laufen und das ich ein ganz gutes Tempogefühl hatte. Nun hieß es 2 Wochen abwarten und sich spritzig halten für die DM in Cottbus.