Der Berlin Triathlon

Am Freitag starteten wir quasi als TEAM-Warm up noch mit unsere SCC-Mädels-Bundesliga Mannschaft bei der traditionellen 5x5km Staffel im Tiergarten. Und es kam sogar ein 2.Platz in der Tageswertung der Frauen Staffeln dabei raus.

Am Sonntag stand dann der erste Triathlon 2013 für mich auf dem Plan. Eigentlich war die Vorfreude groß, Berlin, Heimspiel, die Nacht vor dem Wettkampf im eigenen Bett, viele Bekannte an der Strecke, doch nach der Wettervorhersage haben sich die positiven Aspekte auch relativiert. Nachdem die zwei vorangegangenen Tage knapp 20 Grad waren bestand doch eine kleine Hoffnung , dass Petrus doch Mitleid mit uns hat und es wenigstens erst später beginnt zu regnen ODER für mich zum Vorteil wär natürlich auch vom Veranstalter eine Änderung des Wettkampfmodus in einen Duathlon. Aber weder noch – also 10 Grad und Dauerregen – war die Wetterlage. Nachdem aufgrund von verspäteter Straßensperrung unser Wettkampf um 20min verschoben wurde, worüber wir allerdings erst zwei Minuten vor regulärer Startzeit informiert wurden, war einem bereits vor dem Wettkampf schon kalt. Das Schwimmen. Ok ich fasse mich kurz. Die Strecke schien relativ einfach – einmal um die Insel rum und wieder raus. Doch was sich hinter der Insel verborgen hat, konnte man vorher nicht erahnen. Es war eine Kombination aus Wind und Schiffen, die das Wasser extrem wellig machten. Da ich 2013 nicht ein einziges Mal im Freiwasser trainiert habe, war ich etwas überfordert mit der Situation, weswegen mein anfangs sehr gut gelungener Start unterbrochen wurde. Da ich nicht ganz alleine mit den Wasserverhältnissen zu kämpfen hatte, versuchte ich irgendwie so schnell es geht das kühle Nass auf dem regulären Weg zu verlassen – klar hab ich auch ans Aussteigen gedacht. Radfahren war dann weniger spektakulär, dafür umso nasser. Zum Glück konnte ich eine kleine Radgruppe bilden und dank einer schnellen Dame konnten wir auch noch ein paar einzelne Mädels auf der Radstrecke einsammeln. Aber das Unglück des Schwimmens sollte nicht genug sein, es folgte der zweite Wechsel. Wechsel sind eigentlich eines meiner Stärken, doch heute war nicht mein Tag. Nachdem ich schon nicht in meine Schuhe kam, weil sowohl meine Hände, als auch Füße nicht mehr zu bewegen waren, brauchte ich eine gefühlte Ewigkeit um meinen Helm zu öffnen. Also wieder 30s verschenkt. Am Ende sammelte ich dann aber fürs gute Gefühk noch ein paar Frauen auf der 2,5km Wendestrecke ein und war froh endlich auf der Zielgeraden angekommen zu sein. Der 31. Platz war dafür, dass ich als vorletze aus dem Wasser kam noch ganz erträglich, aber große Freude konnte ich an dem Tag leider nicht verspüren. Nachdem ich im Anschluß in der Sauna wieder aufgetaut war und die Gedanke wieder klar waren, war ich auch gleich wieder angriffslustig und freue mich echt meine Trainingszeiten in Eutin bei der Olympischen Distanz besser umzusetzen!

Und um die drei Wochen Pause zwischen diesen beiden Wettkämpfen produktiv zu nutzen, werde ich versuchen mehr Zeit auf dem Rad und im freien Wasser zu verbringen.
Eventuell wird auch noch ein reiner Schwimmwettkampf auf dem Plan stehen!

Frankreich

Nachdem ich die letzten zwei Wochen im Mai in Frankreich, dank eines Stipendiums der europäischen Gesellschaft für Handchirurgie, verbracht habe, galt es das Training der Fremden neuen Umgebung anzupassen und mich bestmöglich mit einem unregelmäßigen Tagesablauf anzufreunden. Die Umgebung gestaltete sich jedoch als recht nervenaufreibend, denn die Franzosen sind doch konservativer was Öffnungszeiten anbelangt, als man meinen möchte. Nachdem bald klar war, dass ich mein Rad zu hause lassen musste, blieb mir nichts anderes übrig als dem Schwimmen und Laufen meine volle Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Doch selbst das Schwimmen war trotz toller Schwimmbäder in Nantes, sowie in Lille nicht ohne Aufwände zu absolvieren – Die spätesten Züge konnte ich jedenfalls bis 20:30 Uhr absolvieren. Da ich frühestens um 19Uhr die Klinik verlassen konnte, kann man sich ja ausmalen wie lange meine Einheiten ausfielen. Aber da der Triathlon ja nur die schönste Nebensache der Welt ist, galt es auch hier einen kühlen Kopf zu bewahren und soviel wie möglich zu trainieren. Zum Glück kann ich nicht sagen wie viel Leistung ich im direkten Vergleich zu regulären Umständen und Schwimmbäder-Öffnungszeiten bis 23Uhr schulden musste, doch die fachspezifische Erfahrung und die Eindrücke, die ich bei meinen Klinikaufenthalten sammeln durfte, machen dies mehr als wett. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich hatte eine super Zeit!

Zurück daheim gilt es jetzt Vollgas zu geben und vor allem die guten Trainingskonditionen zu nutzen 😉 …die Saison kann kommen!

Eure Elli

 

Die Duathlon-Saison 2013

Nachdem ich mich Anfang des Jahres dazu entschieden hatte, dieses Jahr meiner Laufstärke etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, packte mich die Entscheidung: Ich will bei den deutschen Meisterschaften im Duathlon starten. Als ich dann das Datum rausfand, zuckte ich kurz, da es sich um den 28.4. handelte, ein Tag nach meinem Geburtstag, aber schnell entschied ich mich: Ich will da starten. Gesagt, getan. Zunächst überlegte ich mir, dass es vielleicht ganz sinnvoll wäre vor einer Meisterschaft zumindest einmal diesen Wettkampfmodus zu üben. Also entschied ich (immer recht kurzfristig, weil ich mich ja nach dem Dienstplan richten muss) in Niedersachsen, bei dem Beeke Duathlon mitzumachen. Die Strecken waren auch für das erste Radrennen ganz human: 5-20-5. Nach einem super Einstieg in die Duathlon Welt  (mit einem 2. Platz) packte mich der Ehrgeiz und ich meldete eine Woche später in Bayern den nächsten Duathlon  – diesmal die für mich lange Kurzdistanz (10-40-5). Hier galt es – wie in der Ausschreibung erwähnt –  einen bestimmten Berg 7 mal zu befahren; dieser hatte es in sich! Die 40km kamen mir jedenfalls ewig lang vor und ich denke, dass ich ziemlich bald in einen „Komfortmodus“ überging. Die Radzeit war daher nicht gerade die Beste …aber um ehrlich zu sein, war ich – vom Trainingslager mal abgesehen – keine 10 mal auf dem Rad gesessen. Ich beendete den Wettkampf ziemlich erschöpft mit dem unglücklichen 4. Platz. …jedoch um eine Erfahrung reicher – nämlich dass ich es packe 10km und 5km in einem Wettkampf zu laufen und das ich ein ganz gutes Tempogefühl hatte. Nun hieß es 2 Wochen abwarten und sich spritzig halten für die DM in Cottbus.