Bayerische Meisterschaften: Klappe die Zweite

Mein dritter Ligastart für den MRRC und mein zweiter Start 2014 bei einer Bayerischen Meisterschaft der Altersklassen. Diesmal auf der Olympischen Distanz im Rahmen des 32. Kapuziner Alkoholfrei Triathlons.

Ein kurzer Nachtrag vom vorletzten Wettkampf… Bei meinem letzten Start (Waginger Triathlon) musste ich mal wieder die bittere Erfahrung machen, dass das Wasser und ich noch nicht die besten Freunde sind. Mit 15,2° Wassertemperatur hat sich das kühle Nass aber auch nicht gerad’ die größte Mühe gegeben …die angeblichen 750m schienen kein Ende zu nehmen und ich kämpfte zwischendrin mal wieder mit einer kurzen Panickatacke im Wasser – eigentlich dachte ich nach der letzten Saison dass ich das Thema durchstanden hätte. Nach einer gefühlten Ewigkeit verließ ich endlich das Wasser, konnte aber mit meiner Radgruppe gute Teamarbeit auf den 22km leisten und bin dann die letzten 5km den Berg hoch und wieder runter so zügig es die Beine möglich machten. Ich beendete schließlich den Wettkampf mit dem 5. Platz – ein super Ergebnis für die extrem schwache Schwimmposition. Mit der Liga erreichten wir den 2. Platz. Zum Waginer Triathlon bin ich außerdem noch mit Knieschmerzen angereist, die seit über 2 Wochen bestanden. Um dem Schmerz nachzugehen, hab ich letzte Woche zur Absicherung ein Kernspin machen lassen. Glücklicherweise konnte eine Meniskusverletzung ausgeschlossen werden und es wurde lediglich einen Gelenkserguss diagnostiziert.

Nun standen 2 Wochen Arbeiten mit Nachtdiensten und nebenbei viel Training an. Es folgte dann heute der erste Test auf der Kurzdistanz. Aufgrund des letzten Wettkampfes reiste ich natürlich mit extremen Respekt – oder nennen wir es Angst – vorm Schwimmen an. Die Entscheidung bei 21,9° mit Neo sollte mir eigentlich entgegen kommen, aber irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl ohne Neo besser zu schwimmen 🙂 – ich weiß das kann nicht sein… So muss ich mich dem Problem stellen und mal mehr mit Neo trainieren und lernen mich im Freiwasser wohler zu fühlen und die Leistungen aus dem Becken umzusetzen. So konnte ich zwei super Freiwassertrainings vom Verein mitmachen. Ich denke dass es mir vor allem psychisch sehr viel gebracht hat und genau das zeigte sich auch im heutigen Wettkampf. Als 12. Frau der Ligawertung konnte ich aus dem Wasser steigen. Auch der Wechsel aufs Rad lief komplikationslos. Der Radpart verlief – bis auf die ab Km 15 erneut aufgetretenen Knieschmerzen – ohne große Besonderheiten. Allerdings freute ich mich nach langatmigen 45km endlich in die Laufschuhe zu schlüpfen, vor allem weil das Radeln am Ende mit den stechenden Schmerzen nicht wirklich Spaß gemacht hat… Rein in die Laufschuhe. 4 Runden à 2.5km – verliefen super. Da ich überhaupt keine Ahnung hatte an welcher Position ich stand habe ich versucht so lange wie möglich bei einem hohen Tempo mich wohlzufühlen. Schließlich konnte ich als 6. Gesamtfrau, 3. Ligadame und Bayerische Meisterin in der AK2 das Rennen für mich beenden. Als Einstieg in die Kurzdistanz war es für mich wichtig Vertrauen ins Schwimmen wiederzugewinnen und ich würd sagen: Mission completed!

Neues Team neues Glück – Einstieg in die Triathlonsaison 2014

Am vergangenen Sonntag hatte ich meinen ersten Einsatz im neuen Trikot des MRRC in der Regionalliga des Bayerischen Triathlon Verbands. Mein Verein war austragender Verein, und somit war das für unser Team quasi ein Heimspiel –allerdings in einer komplett neuen Besetzung, Da es für mich der erste Triathlon der Saison war, war ich froh, dass das Schwimmen im Becken des Olympiabades stattfand – so war der Sprung von Winter auf Sommer=Freiwassersaison nicht zu groß. Und die Distanz kam mir auch sehr entgegen – 400m war das Debut im kühlen Nass. Gestartet wurde als Jagdstart – soll heißen: alle Mädels der Regionalliga starteten im Abstand von 15s. Ich durfte aufgrund der potentiell langsamsten Schwimmzeit meines Teams als Erste starten – welch Privileg 😉 Mein insgeheimes Ziel war es: Nicht von der nach mir startenden Frau überholt zu werden. Ziemlich nervös sprang ich ins Wasser und startete das Rennen. Überholt wurde ich nicht – juhu – und überraschender Weise konnte ICH sogar die vor mir startende Athletin kurz vor Ausstieg noch überholen. Das reizte meinen Ehrgeiz, so dass ich mich extrem auf den Angriff auf der Rad- und Laufstrecke freute. Das blöde bei einem Jagdstart ist leider, dass man bis zum überqueren der Ziellinie nicht weiß, wo man steht – also ist dieser Wettkamof ein einziger Kampf gegen die Uhr. Die Radstrecke (5 Runden im Olypark) war ziemlich kurvenreich und sehr windanfällig. Sicherlich kein Bestzeitenkurs. Nach knapp 20km kam dann ENDLICH der Wechsel auf die Laufstrecke. Diesmal verlor ich wertvolle Zeit nicht beim Helm absetzen, sondern aufgrund kurzfristiger Orientierungslosigkeit – grrrr – vielleicht waren das genau die 5 Sekunden, die mir am Ende zu der Top 5 Platzierung fehlten. Das Laufen fühlte sich zwar nicht super schnell an, aber dafür konstant. Die Strecke war nicht wirklich ein Genuss, aber 5km gehen ja einerseits relativ schnell vorbei und andererseits konnte man aufgrund der 1,25km-Pendelstrecke wenigstens das zahlreiche Anfeuern genießen – danke an alle! Am Ende stand nun eine Zeit von 1:04:07 und ein undankbarer 6.Platz zu Buche, undankbar deshalb, weil die ersten 5 Mädels geehrte wurden. Andererseits muss man klar sagen, dass diese Platzierung für den ersten Wettkampf ja noch Potenzial nach oben offen lässt und ich das Gefühl habe in der Regionalliga deutlich besser aufgehoben zu sein, als die Jahre zuvor in der 2.Bundesliga. Immerhin hatte ich mit nur 2s Abstand die 2. beste Laufzeit und das trotz des Trainingsrückstands von 8 Wochen.
Leider konnte ich nicht die anderen Mädels nach mir im Ziel empfangen, da ich just nach übertreten der Ziellinie für 90min zur Dopingkontrolle entführt wurde –das war ein sehr interessantes Erlebnis!!
Ich freu mich sehr auf die kommenden Wettkämpfe mit dem neuen Mädels Team des MRRCs und ja – das mit dem Schwimmen krieg ich bestimmt noch besser hin!

Alles neu mit dem Mai …oder so ☺

Nach 4 Monaten Wettkampfabstinenz traute ich mich am 26.April das erste Mal wieder an eine Startlinie. Es war ein stinknormaler 10km Straßenlauf – gleich in der Nähe – in Geretsried. Wie ich witziger weise vorort bemerkte, startete ich bereits im Jahre 2011 dort – damals aber noch als Läuferin und daher einer ganz anderen Performance. Nach dem Wettkampf schaute ich Interesse halber nach wieviele Km ich denn dieses Jahr überhaupt schon gelaufen bin – ernüchterndes Ergebnis: es waren tatsächlich nur 220km. Andere werden jetzt sicher lachen und sich denken, dass läuft man doch in ein oder zwei Wochen. Aber man – und vor allem ich – darf nicht vergessen, dass ich am 1.3. zum ersten Mal erst wieder meine Laufschuhe schnüren durfte. Ohne zu wissen was geht, aber mit dem Ziel bloß nicht zu schnell loszulaufen, lief ich die ersten 5km relativ konstant um die 4min/km, aber dann ließ das Stehvermögen nach und ich wurde ein tick langsamer was dann zu der langsamsten 10km Straßenlaufzeit meiner Laufkarriere führte. Damit muss man erstmal klarkommen. Analysieren brauch ich das nicht. Die Trainingsaufzeichnungen sprechen für sich – trotzdem erhofft man sich ehrlicherweise doch immer ein kleines „Wunder“. Allerdings lässt sich heutzutage meine Laune nicht mehr (lange) durch Wettkampfergebnisse beeinflussen. Denn Sport ist nur die schönste Nebensache der Welt (sagte immer ein ehemaliger Trainier von mir) und mein Beruf bestimmt meinen Alltag. Und das Schöne ist, dass ich mich täglich freue in die Klinik zu gehen, mir die Arbeit und das Operieren extrem viel Spaß machen und auf jeden fall auch nachhaltiger sind als irgendein Wettkampf. Nichtsdestotrotz gehört der Sport zu meinem Leben. Daher heißt es aktuell „jetzt erst recht“. Besser werden kann man nur durch wettkämpfen. Also aufstehen und weitermachen. So startete ich am Sonntag bei den Bayerischen Meisterschaften über die Duathlon Kurzdistanz in Krailling. Wie es leider so oft ist, war Petrus mit seiner Wetterplanung 24h zu spät. So dass der Wettkampf bei einem sehr frühen Start um 9 Uhr und ca. 6 Grad absolviert werden musste. Der Spruch „es gibt kein schlechtes Wetter, nur ….“ stimmt leider bei einem Duathlon Wettkampf nicht wirklich, denn entweder man schwitzt beim Laufen oder friert beim radeln. Atypischer Weise entschied ich mich fürs frieren 😉 Ich sparte Material an der oberen Extremität. Beim Laufen war noch alles gut – so konnte ich als 2. Frau in die Wechselzone rennen. Nun hieß es 40km treten was das Zeug hält. Aber auch hier merkte ich recht bald, dass ich heuer kaum Intervalle gefahren bin und irgendwie kein Pepp da war. Beim Radeln holten mich zwei Frauen. Vor dem 2.Wechsel dachte ich – jetzt geht’s los , doch obwohl das Wechseln ja eigentlich eines meiner Stärken ist, kann auch ich bei „höherer Gewalt“ nichts machen ;-( . Denn fehlende Handschuhe waren ursächlich dafür, dass ich geschlagene 60s versuchte nach dem Radeln den Helm aufzubekommen. Kurzfristig überlegte ich einfach mit Helm los zu rennen 😉 aber ein netter Helfer wies mich schnell darauf hin, dass das auch keine Lösung sei! Irgendwann war dat Ding uff – und ich startete mit einem zu großen Abstand auf die 3. Frau, so dass es unmöglich war noch einen Podestplatz zu erwischen und so brachte ich den Wettkampf so schnell es ging einfach nur noch zu Ende. Schließlich stand ein undankbarer 4. Platz auf der Liste und eine weniger zufriedene Elli.
Und nun? Klar – es kann ja nur noch besser werden. Was noch hinzu kam an diesem weniger erfreulichen Tag war, dass ich mich noch nicht mal ausgiebig von den „Strapazen“ erholen durfte, sondern es stand ein total anstrengender Nachtdienst in der Notaufnahme auf dem Programm – blöd – aber selbst ausgesucht ☺
Nun denn…bei mir steht jetzt trainieren trainieren trainieren auf dem Programm. Ich bleib dran. Versprochen!

Das erste Quartal 2014 ist fast durch.

Wie ist es mir die letzten 10 Wochen ergangen? Also über Höhenflüge kann ich leider nicht berichten. Gestartet bin ich ganz weit unten im Keller. Das Ende der Treppenstufen war im Januar noch nicht annähernd zu sehen. Gefühlt haben die Plateaus vor dem nächsten Abschnitt ewig gedauert. Es wurde von allen Seiten auf mich und meinen Lebensstil eingeredet, nein ich wurde nicht bekehrt, aber vielleicht ein wenig wach gerüttelt. So genug der philosophischen Zeilen.
Ich bin wieder am Start. Zwar noch nicht an einer reellen Startlinie, aber die Energie, die Gesundheit und das Vertrauen in meinen Körper ist wieder da und das ist das Wichtigste!
Was war eigentlich los? Ich hatte eine Entzündung an dem Beckenkamm mit einer anhaltenden Überlastung der Oberschenkelmuskulatur. Viel Physio, kein Ausdauersport, viel Stabiübungen und noch mehr Geduld. Das was mich am meisten belastet hat, war der Gedanke und das immer näher rückende Trainingslager. Doch wider erwarten: es kam, es machte Spaß, ich konnte viel machen (weniger und bedachter als bei den letzten Malen) UND bin schmerzfrei nach 14 Tagen von der schönen Insel Mallorcas wieder nach Hause gekommen. Ich habe viele gute Einheiten (in allen 3 Disziplinen) gemacht, viele neue Athleten kennengelernt und vor allem gelernt stark zu sein und gegen die Vorgaben des Plans (Koppeln, extra Lauftrainings etc) auch mal NEIN zu sagen.
Man sagt ja immer jede Verletzung hat auch was Gutes. Hm…ein kluger Satz, ich bin noch dabei für dieses Mal das Gute rauszusuchen 😉
Wettkampfplanung für dieses Jahr? Mit einem Wort WENIGER. Aber dafür qualitativ hochwertig. Meinen Höhepunkt habe ich doch noch auf den Duathlon legen können. Da ich eigentlich bei den DM in Cottbus (3. Mai) wieder starten wollte, das aber aufgrund des Trainingsrückstands nicht sinnvoll gewesen wäre, werde ich mich für Ende August bei dem Powerman (10-42-5) in Weyer (AUT- www.powerman.at ) anmelden. Alles Weitere lass ich noch offen. Bis dahin heißt es im mittleren Gang wieder auf Hochtouren kommen.

Im Anhang noch ein paas Bilder aus Mallorca!

Gute Zeiten, Schlechte Zeiten

Ich will jetzt nicht das ganze Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Nur wie wir schon beim Überbringen von schlechten Nachrichten gelernt haben – das letzte bleibt in Erinnerung und so sitz ich jetzt hier mit einer Verletzung, die mich schon seit über 6 Wochen beschäftigt. Ich habe eigentlich seit Mitte November eine Verhärtung der gesamten Oberschenkelmuskulatur des rechten Beines. Ich hatte Terminen beim Physio, Thaimassage, Orthopäden (ja auch ich geh mal zum Arzt) und beim Radiologen, dort habe ich ein Foto vom Becken machen lassen (MRT). Gott sei dank war meine Reaktion dieses Mal schneller als die meiner Knochen, und so kann ich stolz sagen, dass ich die Entzündung früh genug ernst genommen habe und das ERSTE mal es (noch) keinen Schaden am Knochen zu sehen gab. Sei es drum – so laboriere ich seit über 3 Wochen jetzt mit Alternativtraining, bzw. weniger Laufen, mehr Schwimmen, weniger Rad und sofern es die Zeit zugelassen hat zusätzlich noch Massagen. Doch bis zum heutigen Tage kam es noch zu keiner großen Änderung. Daher entschied ich mich am 31.12. einen letzten Wettkampf im Jahr 2013 zu bestreiten. Ich weiß, es war nicht gerade die vernünftigste Idee, aber auch ich darf ja einmal was Unvernünftiges machen, allerdings bestärkte mich der Kernspin Befund, dass eben strukturell nichts zu sehen war. Also ging ich mit 30 Laufkilometern aus den letzten 3 Wochen an die Startlinie. Die ersten 4 km liefen super (Schnitt 3:45), aber dann machten die Oberschenkel beidseits komplett dicht – vergleichbar mit dem Gefühl nach einem Sprinttraining und die hügelige Strecke des MRRC Silvesterlaufs hat dann noch seinen Teil dazu beigetragen, sodass ich mich noch 6 km ins Ziel geschleppt habe – nix ging mehr – aber aufgeben …. dann lieber ne 41iger Zeit und durchgelaufen (weil es handelte sich ja nicht um Schmerzen!) anstatt DNF stehen zu haben. Aber da die ersten Kilometer relativ flott waren, bin ich dann bei 39:05 über die Ziellinie gelaufen mit Schenkeln die gefühlt kurz vorm platzen waren. Happy? Nö. Aber selbst Schuld, wenn ich meinen Körper, der seit 3 Wochen mir anscheinend deutlich machen will, dass auch ich mal ne Pause brauche, nicht ernst genommen habe. Denn auch bei einem Duracell Haasi ist irgendwann mal ein Batteriewechsel nötig, sonst sind die Pfoten ziemlich lahm. Und somit starte ich ins neue Jahr mit dem Vorsatz: Zwischen Sport und Beruf die Regeneration nicht vergessen. Deshalb habe ich auch den ersten Tag des neuen Jahres nach dem Notaufnahmen Dienst mit einem Saunabesuch anstelle eines Trainings beendet. Ich hoffe ihr seid etwas besser ins Jahr gerutscht!

Ach, übrigens… unter dem Reiter Medizin findet ihr noch meine „daily-well-being“ Tipps!

1 Woche Urlaub – Aktive Erholung – 2 Crossläufe – 2 Siege

Nachdem ich die 4. und letzte Woche meines Reisestipendiums (Handchirurgie) in Turin absolviert hatte, hatte ich noch 1 Woche Urlaub rangehangen. Doch nicht wie man vielleicht annahmen könnte in Italien oder irgendwo im Warmen – nein Marco und ich entschieden uns für „Urlaub dahoam“. Da meine Wettkampfplanung ja immer nach dem Kliniksalltag und dem Dienstplan geplant wird, nutzte ich die freien Tage um mich sportlich zu betätigen, aber dabei auch gleichzeitig mich zu erholen. Viel Schlaf, viel Sauna, viel Marco, viele weihnachtliche Heißgetränke *g und natürlich auch 2 Crosswettkämpfe. Man soll ja in seinen Urlaub das machen was einem am meisten Spaß macht!

Ich lief zum einen am Mittwoch bei der ZHS Crosslaufserie (7,3km im Olypark) und startete am Samstag noch beim 3.Lauf, dem „Viktoria Cross“ (6,1km), der AOK Winterlaufserie der TGVA. Beide Läufe bin ich bereits im letzten Jahr gelaufen – allerdings unter erschwerten Bedingungen. Beim ZHS Cross lag letztes Jahr extrem viel Schnee und bei der Crosslaufserie in Augsburg bin ich das letzte mal (Schuld eigen) ohne Spikes gelaufen. Dieses Jahr bedeutete das also bei beiden Läufen eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses. Beim ZHS Cross um 2min und in Augsburg nur um 80s respekt. Ich denke damit kann ich relativ zufrieden sein. Und ein schöner Nebeneffekt war auch noch zu verzeichnen, denn beide Läufe konnte ich als erste Frau über der Ziellinie beenden. In Augsburg kam noch ein weiteres Highlight hinzu. Ich durfte nach meinem Sieg den Startschuss des Männerlaufs abgeben! Aber jetzt wird erstmal 3 Wochen durchgearbeitet und dann geht’s ENDLICH mal wieder in die Muddastadt!!!

Pressebericht Augsburger Allgemeine

Schnell in den Winter. Ein schöner Bericht der Augsburger Allgemeine über die Winterlaufserie. Anbei noch ein paar nette Fotos die vom offiziellen Fotografen geschossen wurden.

Crossig dem Winter entgegen

Nach 4 Wochen Wettkampfabstinenz, hat es schon wieder gejuckt in den Beenen. Die klassische Leichtathletik Jahresplanung besagt für Oktober – mind. Januar „it’s cross time“. Um ehrlich zu sein, ist CROSS nie meine Leidenschaft gewesen, vielleicht aufgrund der mangelnden Erfolge im Vergleich zu flachen Strecken. Aber auch hier gilt es den inneren Schweinehund zu bezwingen! Was muss das muss….

Um mehr Spaß am Bergtraining zu haben, stellte ich mich gestern an die Startlinie des 8,8km langen Südring Cross der AOK Winterlaufserie des TGVA. Da ich bereits im letzten Jahr diesen Wettkampf absolvierte, war es spannend zu sehen, inwieweit ich dieses Jahr leistungsmäßig vorangekommen bin. Die Strecke ist mit zwei ca. 800m langen Anstiegen sehr anspruchsvoll, und damit ist das Resultat eher zweitrangig. Dennoch gilt: Ein Wettkampf ist BESSER ALS JEDES TRAINING! Obwohl ich den Wettkampf aus dem vollen Training heraus und mit etwas müden Beinen bestritt, fühlte ich mich auf dem Profil überraschend gut und überquerte nach 34:22 min die Ziellinie diesmal als 1. Frau. Mehr noch als der erste Platz erzeugte die Verbesserung zum letzten Jahr um satte 2 Minuten ein breites Grinsen auf meinem Gesicht. Wahrscheinlich prägt mich meine Umgebung hier in Bayern doch mehr als ich es zu wissen meine ☺ weiter geht’s in den nächsten Wochen mit kleinen Cross Wettkämpfen hier in der Region.

Über Stock und über Stein – das kann auch ein Stadt(halb)marathon sein

Der Plan nach knapp 10 Jahren meiner Läufer“karriere“ nun doch sich mal (wenigstens) an die halbe Königsdisziplin heranzutrauen, traf ich bereits Anfang des Jahres. Viele werden sich fragen – warum so weit fahren, wenn die schnellsten Rennen doch vor der Tür (Berlin/München) liegen… Die Wahl der europäischen Hauptstadt folge nach dem „2 Fliegen mit einer Klappe“ – Prinzip. Als Großstadtkind liebe ich es generell auf den großen Boulevards zu rennen, und Brüssel – ganz klar – ich war zuvor noch nie dort und das, obwohl mein Cousin dort lebt und als ich dann von seinem Nachwuchs erfuhr – war es an der Zeit das zu ändern und die Entscheidung war gefallen. 6.Oktober Brüssel. Nachdem ich meine letzte Rennen vielleicht nicht wie andere „aus vollem Training heraus“ absolvierte, sondern vielmehr aus „voller Arbeitsbelastung“ heraus – legte ich eine eh schon überfällige Urlaubswoche vor den Lauf und konnte so noch eine kleine “Generalprobe” in den Kitzbühler Alpen absolvieren. Am Freitag reisten Marco und ich dann nach Belgien an und wurden gleich mit SUPER schönem Spätsommer Wetter überrascht. 19°C bis zum späten Abend. Das machte wieder Lust auf kurze Laufhosen, die wir auch gleich nach Ankunft anzogen, um noch mal die ersten 4 km inklusive der Anstiege anzutesten – Ich habe das Gefühl, dass die Hauptstadt Belgiens alle Berge des gesamten Landes beinhaltet 😉

Der Tag X kam dann auch recht schnell und obwohl ich – die sonst NIE krank ist – einen leichten Schnupfen verspürte, fühlte ich mich trotzdem erholt, ausgeruht und fit. UND ich hatte echt Lust auf den Lauf. Wichtigstes Ziel – mit gutem Gefühl finishen – immerhin kann das ja nur eine PB werden – endlich mal wieder 😉 . Ein paar Worte noch zum Rennverlauf : Es ging immer entweder rauf oder runter. Bei 10km stand eine Zeit von 40:30 auf der Uhr, das war auch das einzige mal, dass ich dieser einen Blick würdigte, denn ich wollte (wie beim Triathlon) nach Gefühl laufen und mich nicht von km-Zeiten verunsichern lassen. Leider kam nach Passieren von Km 10 eine lange bergab-Strecke, auf diese würde man sich ja eigentlich freuen, doch ich bekam aufgrund des Rhythmuswechsels extreme Seitenstechen, so dass ich in dem Moment ernsthaft Angst hatte aussteigen zu müssen. Ich nahm Tempo raus und versuchte mit kontrolliertem Atemmuster wieder Entspannung in den Lauf zu bringen. Nach 2,5km lief es wieder rund – glücklicherweise – und so konnte ich mein Tempo halten. Der letzte lange Berg bei Km 16 (1,5km lang) war natürlich noch einmal hart, aber danach sind alle Läufer fast ins Ziel gefallen, denn es ging nur mehr bergab. Ach ja die zeit: 1:25:40…

Leider konnte ich die 3. Dame nicht mehr einholen. Aber für meinen ersten Halbmarathon wäre als Zeil ein Treppchenplatz vielleicht auch zu hoch gegriffen 😉 – aber gewiss ist, das ich mir mein Rennen so gut eingeteilt habe, dass ich Lust auf ein nächstes Mal habe. Aber mit Sicherheit ohne einen Höhenmeter! Und jetzt folgt: Recovery!

Zufrieden sein will gelernt sein

Gestern startete ich das erste mal bei einem Deutschen Meisterschaftsrennen in der Leichtathletik. 10km Straßenlauf war angesagt. Die Teilnahme war eher zufällig als darauf hingearbeitet. Da ich in zwei Wochen meinen ersten Halbmarathon in Brüssel laufen werde, wollte ich nach Abschluß der Tri-Saison mal wieder einen 10er zur Standortbestimmung laufen. Und da das Datum mit einem meiner Dienstfreien Wochenenden kollidierte, freute ich mich, dass ich endlich mal für die Stadtwerke München bei einem Meisterschaftsrennen starten konnte (auch wenn nur der 5. Platz der Mannschaft dabei rauskam). So bin ich also ohne große Erwatungen an den Start gegangen. Denn hinter mir lag mal wieder ein 12 Tage non-Stopp-Dienst. Also kann man nun wirklich nicht sagen, dass ich mit 6h/Schlaf im Schnitt ausgeruht an den Start gegangen bin. Natürlich ist es insgeheim immer der Traum eines jeden Läufers mit einer Persönlichen Bestzeit über die Ziellinie zu laufen – aber man darf die aktuellen (Alltags-)Umstände nicht auslöschen und nicht als Ausrede für “schlechte” Leistungen sehen, sondern eher als Ursache.
Angelaufen bin ich sehr reserviert, weil ich in der Vergangenheit zu oft 10km Läufe erlebt habe, bei denen ich spätesten bei Km 6 ans aussteigen gedacht habe. Gereift an Erfahrungen aus dem Triathlon „erstmal warmzuwerden“ bin ich bestimmt als 60. Frau bei Km 1 durchgelaufen und daher war das Gefühl während des Laufes umso toller mindestens 20 Frauen überholen zu können – langsame eine nach der anderen. Weiterhin cool ist, dass ich es das erste mal geschafft habe, den letzten Km (fast) so schnell war wie den ersten zu laufen! So bin ich im Nachhinein wirklich zufrieden, dass ich mit einer 38:22 den Lauf beenden konnte. Auch wenn ich super gerne mal wieder eine 37 vorne stehen gehabt hätte. Aber mit 3 Laufeinheiten pro Woche muss man einfach auch realistische Ziele haben. Das nächste Ziel wird sein einen guten HM zu laufen, bei dem Schmerz und Spaß mindestens ausgewogen sind! Auch wenn in Brüssel bis auf meinen Cousin mich niemand kennen wird, war es in Bobingen sau cool an so vielen Stellen der Strecke angefeuert zu werden. Vielen Dank an alle – das beflügelt immens!