2 Wettkämpfe und 1 Jahr älter… puh….

Das neue Lebensjahr hat solide mit dem 2. Platz bei Duathlon in Hilpoltstein begonnen.
Nachdem ich in Ansbach auf dem tiefsten Treppchen stehen durfte, konnte ich nach einem harten Kampf gegen lange Anstiege und Wind beim Laufen und Radeln in der Triathlonregion Roth (angeblich waren Teile unserer 30km sogar von der Ironmanstrecke) eine Stufe höher auf das 2. Treppenstübchen hinauf. Ehrlichgesagt war ich mit solch einer Platzierung – bei dem für einen regionalen Daathlon echt stark besetzen Wettkampf – nicht in das Rennen gegangen. Doch nach dem 1. Lauf konnte ich bereits mit einer guten Ausgansposition als 2. Frau auf das Rad steigen. Nach vorne wurde die Lücke zwar deutlich größer – nicht zu vergessen dass ich es mit einer Profitriathletin zu tun hatte – aber nach hinten wurde trotz kleiner werdenden Lücke diese nicht geschlossen. Mein Ziel nicht auf dem Rad „eingesammelt“ zu werden, habe ich also endlich mal erreicht. So lief ich – zwar mit knapp 5 Minuten Rückstand auf die Erste ins Ziel, war aber dennoch sehr zufrieden. Sicher ist, dass fehlende Radkilometer nicht adhoc aufgeholte werden können. Aber die Hoffnung auf mehr Druck auf dem Rad steigt, mal schauen in wieweit ich mich in dieser Disziplin noch verbessern kann bis zum Ende der Saison.
Abends wurde der gute 2. Platz mit Marco und einem edlen Abendessen gekürt. Montag folgte nun mein Geburtstag an einem ganz normaler Arbeitstag. Dennoch konnte ich den Abend mit meinen Kollegen gemütlich ausklingen lassen.
Heute, am Mittwoch, entschied ich mich statt des regulären Bahntrainings einen Tempodauerlauf für den guten Zweck mitzumachen. Im Rahmen des Deutschen Chirurgen Kongresses, der derzeit in München tagt, lief ich den Organspendelauf über 4,8km mit. Natürlich ist die Zeit bei einem solchen Lauf nebensächlich, und sicherlich nicht bestzeitenwürdig, aber da ich so viel Support durch meine Kollegen und meinen Vater an der Strecke erleben durfte, war der Ehrgeiz natürlich doch geweckt und ich konnte ein guten zügigen – allerdings konkurrenzlosen – Lauf absolvieren. Jetzt reichts auch mal wieder (bis zum 10. Mai) mit den Wettkämpfen und am kommenden Wochenende steht Kontrastprogramm auf dem Plan. Meine Geburtstagsfeier mit Freunden in den Tiroler Bergen. Und dann folgt auch schon bald der 1. Triathlon der Saison 2015!

Auf los geht’s los

Die Saison hat begonnen. So viel steht fest. Die Temperaturen sind jetzt endlich im 2-stelligen Bereich angekommen und somit hat die Saison 2015 für den Ausdauer-drei/zwei-kampf begonnen.
Für mich zunächst noch mit einem Frühjahrshalbmarathon in meiner Heimat BERLIN. Nachdem ich seit über 10 Jahren Wettkämpfe laufe, war es definitiv an der Zeit bei einem der größten Laufveranstaltungen der Welt teilzunehmen, vor allem wenn diese vor der Haustür stattfindet. So habe ich meinen „Rad-armen“ Winter mehr dafür genutzt Laufkilometer zu sammeln. Bis auf ein paar kleinere Wehwehchen bin ich auch gut über den Winter gekommen – mein Körper hat das Lauftraining trotz der langen Läufe gut weggesteckt – was ja bei mir nicht selbstverständlich ist 😉 !
Das eigentliche Ziel einen glatten 4er Schnitt zu laufen, habe ich leider nicht umsetzten können. Seelisch beruhigend las ich am Folgetag des Wettkampfs in der Zeitung, dass selbst die Spitzenläufer am Wettkampfmorgen den Versuch einen Weltrekord zu laufen (aufgrund der Wetterlage) für unmöglich hielten. So kann ich mit meiner Zeit von 1:26:01 (4:05 min/km) doch ganz zufrieden sein – immerhin wusste ich ja bei Beginn des Vorhabens eine PB zu laufen noch nicht wie mein Dienstplan ausschaut und demnach wie viel Regeneration mir in der Woche vor dem Wettkampf zugestanden wird ;-).

Der eigentliche Einstieg in die Saison erfolgte nun am vergangenen Sonntag, den 12.04.2015 in Ansbach. Hier absolvierte ich die klassische Duathlon Kurzdistanz von 10-40-5. Bereits vor 2 Jahren bin ich hier gestartet und damals auf dem undankbaren 4. Platz gelandet. Zwei Wochen nach dem Halbmarathon bestritt ich diesen Wettkampf eher als besseres Bergtraining anstatt groß Achtung auf die Platzierung zu geben. Nachdem ich weder auf Mallorca noch hierzulande bisher Berge gefahren bin, war die Strecke, die selbst vom Veranstalter als „ anspruchsvoll“ einzustufen galt, nicht gerade ein leichter Einsteig. Innerhalb der Runde gab es einen langen Anstieg von 1.5km bei dem 70Hm erklommen werden mussten und das ganze Spiel 5 mal. Ehrlichweise muss ich sagen, dass der Anstieg mir von Runde zu Runde leichter fiel. Vermutlich lag das an dem immer größer werdenden Abstand zum anfänglichen 10km Lauf ;-). Jedenfalls wurde ich nach einem ständigen hin- und her mit der späteren Viertplatzierten – 3. Gesamtfrau und zu meiner Freude sogar mit einem knapp 2 Minuten schnelleren Ergebnis als noch vor 2 Jahren. Somit konnte ich mit einem Lächeln im Gesicht den ersten Wettkampf der Saison abhaken und bin ab in die Sauna zum relaxen.

Marco hat sich während des Rennens – wie immer- mit der Kamera amüsiert und ein paar schöne Fotos geschossen!

Update neues Jahr

Nachdem ich das Jahr relativ unbefriedigend mit meiner Leistung beim MRRC Silvesterlauf beendet habe, kann ich bisher von dem laufenden Jahr nur positive Erlebnisse berichten.

Eine Woche Trainingslager auf Fuerteventura liegt hinter mir. Es ist zwar nicht meine Lieblingsinsel zum Radeln aber fürs Laufen „in Kurz“ und Schwimmen an frischer Luft ist sie im Januar perfekt. Marco und ich waren mit 16 weiteren Läufern und Triathleten aus Bayern im Swim + Run Camp von Julia Viellehner. Aufgrund der unterschiedlichen Leistungs – und Altersklassen war das tägliche Training und die Zeit drumherum sehr entspannt, was nicht heißen soll, dass ich nicht an meine persönlichen Leistungsgrenzen gegangen bin. Es standen alle 2 Tage ein intensive Einheit auf dem Plan (TDL, 400er, Berg-Fahrtspiele, etc). Da ich seit 1.Dezember nicht mehr auf dem Rad sass, konzentriere ich mich derzeit eher auf den ersten Lauf-Jahreshöhepunkt: ein Frühjahrs-HALB-marathon.

Am Ende der letzten Woche war ich zur Radvermessung meines Zeit- und Rennrades bei Fritz Buchstaller. Ich bin gespannt was seine Radeinstellung und seine Tipps zu „meinem Gestell“ diese Saison bewegen können. Das wichtigste ist, dass ich meine Knieschmerzen in den Griff bekomme und somit um eine Arthroskopie herumkomme. Zeigen wird sich das im Trainingslager auf Mallorca. Davon hängt auch die restliche Saisonplanung ab.

Da ich aber Spaß am Wettkämpfen habe und den 3. Winter bereits auf den Langlaufski unterwegs bin, dachte ich mir warum nicht mal bei einem (Spaß)-Bewerb mitmachen. Und darauf hatte ich auch mehr Lust bei den winterlichen Temperaturen als auf einen Crosslaufbewerb. Wir starteten deshalb als Staffel bei dem Wintertriathlon in Zell am See. Mit von der Partie war eine Vereinskollegin, die sich netterweise spontan bereit erklärt hat den „Skitour“ Part (250hm) zu übernehmen. Da wir alle (bis auf Marco – Der Läufer) kein Profi in unserer Disziplin waren, standen der Spaß an der Freude natürlich im Vordergrund. Ich war wider erwarten sehr überrascht, dass ich gar nicht sooo langsam unterwegs war auf der knapp 9km langen Strecke. Gewonnen haben wir natürlich nichts – außer an Erfahrung und die Erinnerung an einen coolen Abend. Jetzt ist die Phase der Feiertage und des Urlaubs vorbei und es geht wieder mit aufgetankten Batterien weiter in der Ausbildung zur Chirurgin!

Netterweise hat Marco wieder ein zwei Fotos von dem Erlebten gemacht 😉

Saison 2014

Den Umständen entsprechend… solide

Am Sonntag bin ich den zweiten Halbmarathon meines Läuferlebens gelaufen. Es sollte ein zufriedenstellender Abschluss einer soliden Saison werden… und genau das ist es auch geworden. Natürlich bin ich mit dem 2. Platz Gesamt Frauen sehr zufrieden, dennoch ist die Zielzeit von 1:28;40 weit weg von meiner Bestleistung. Die Strecke des Altöttinger Halbmarathons besteht zu 80% aus Waldwegen – da ist eine Bestleistung schon mal so gut wie ausgeschlossen, denn es hat schon seinen Grund warum die Weltrekorde alle auf der Bahn gelaufen werden!

Dennoch sollte ich mit dieser Saison zufrieden sein – denn schnell vergisst man (ich ganz vorne voran), dass ich meinen ersten Laufschritt 2014 am 1. März absolvierte, nachdem ich zuvor 8 Wochen mit einer hartnäckigen Verletzung am Becken zu kämpfen hatte. Zu dem kommt natürlich mein Beruf hinzu, welcher nicht immer entspannend ist, und die zusätzlichen Dienste, die sich leider auch nie dem Training anpassen ;-). In diese Kategorie fallen auch die letzten 2 Wochen vor eben diesem Altöttinger Halbmarathon. Diese standen nämlich gänzlich im Schatten der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft d. Plastischen, Rekonstruktiven u. Ästhetischen Chirurgen. Mein Chef organisierte diesen Kongress in München. Für mich selbst stand dann nicht nur die Mithilfe bei der Organisation des Kongresses auf dem Tagesplan, sondern auch mein eigener Vortrag. Die Mühen haben sich aber gänzlich ausgezahlt, denn im Rahmen des Kongresses konnte ich meinen ersten wissenschaftlichen Erfolg verzeichnen: Ich erhielt den Best Paper Award 2013 einer chirurg. Fachzeitschrift.

Wenn man all diese Gesichtspunkte zusammenfasst, und trotz Nacht- und Wochenenddiensten, mäßiger bis gar keiner Regeneration und nur maximal einer Trainingseinheit pro Tag so eine Zeit abgespult werden kann, sollte ich damit doch zufrieden sein – ob ich es bin? Vielleicht wenn ich die Zeit ein wenig Revue passieren lasse. Jetzt lasse ich das wettkämpfen für die nächsten Wochen erstmal sein, auch wenn ich noch Lust hätte 😉 und werde im Anschluss einer kleinen Saisonpause mit Hilfe von Crossläufen Kraft am Berg für die nächste Triathlonsaison sammeln.

Da fährt ein (Wahl) Bayer nach Weyer…

…und es wird zu einer Bronze – Feier 🙂

so oder so ähnlich könnte man meinen Start bei der Altersklassen EM im Duathlon zusammenfassen. Aber ich versuch es mal etwas ausführlicher zu beschreiben, wie ich den Tag und das Rennen erlebte.

Am Samstag Abend angekommen: Grau- nass- kalt- Egal. Einmal die Radstrecke (14km) mit dem 3km langen Anstieg abfahren, musste sein. Dann noch ein kurzer Koppellauf und raus aus den nassen Klamotten und ab zur Wettkampfbesprechung. Die Prognose für den Sonntag sollte nicht besser sein. 11 Grad und Regen. Und diesmal lagen die Meteorologen leider richtig. Als um 7 Uhr die Räder eingecheckt wurden, war es zwar trocken, aber der Schein trübte. Egal. Ich hatte trotz der Kälte Bock auf das Rennen, vor allem das der Schwimmpart ja keine Rolle bei einem Duathlon spielt. Und beim Laufen wird einem immer warm, falls dem nicht so ist – schneller Laufen 🙂
Der Start erfolgte pünktlich nach dem Einlaufen der Nationen. Schon ein cooles Gefühl für “Deutschland” zu starten. Beim Duathlon heiße ich es als sehr schwierig die richtige Pace beim beginnenden 10km Lauf zu treffen. Da ich aber mittlerweile nicht mehr nach einer gewissen “Pace” ein Rennen gestalte, sondern nach über 10 Jahren im Laufsport das Tempo nach Gefühl bestimme, rannte ich einfach mal los. Ich fühlte mich ganz gut, so dass ich trotz des einen steilen Anstiegs pro Runde bis auf Platz 2 vorlaufen konnte. Leider überpacte ich mich doch etwas, so dass ich nach den 10km auf Platz 5 in die Wechselzone einlief. Jetzt hieß es: ab aufs Rad. 3 Runden á 14km mit dem jeweils 3km langen Anstieg. Die erste Runde war die härteste – direkt nach den 10km rauf auf den Berg. Puh… Ich konnte – trotzdem ich meinen Abstand leider auf die ersten 4 Österreicherinnen vergrößerte – den 5. Platz nach der 2. Disziplin aufrecht erhalten. Dann folgte noch ein weiteres Mal die 5km Runde inklusive Anstieg. Die ersten Kilometer fühlten sich schrecklich an – ich glaube es reichte gerad mal für einen 4.20iger Schnitt. Aber dann überholte mich eine junge Britin und ich biss mich an ihr fest und lief das Tempo mit. Endlich raus aus dem Wohlfühlmodus. Leider war sie am Ende doch 8s vor mir im Ziel, dank ihres beherzten Zielsprints für den ich keine Kraft mehr übrig hatte. Aber da sie nicht meine Altersklasse war, kein großer Verlust :-).

Am Ende des Tages würde ich zusammenfassen, dass eine Duathlon Kurzdistanz deutlich härter ist als ein Triathlon. Ich habe aber trotzdem endlich mal wieder einen Wettkampf nach dem Prinzip eines meiner ehemaligen Trainers “all-in” bestritten. Leider kann man mit meinen Rad-Wochenkilometern, die ich es neben der Klinik schaffe zu trainieren, nicht allzu große Rekorde erwarten. Radstärke kommt nicht von ungefähr. Vielleicht darf man auch nicht vergessen, dass ich ja nur eine “Wahlbayerin” bin und die Berge noch nicht lange zu meinem Trainingsterrain gehören! Das war’s mit meiner Triathlon Saison 2014. Es folgt die Vorfreude aufs nächste Jahr und zum Abschluss noch ein Halbmarathon.

Verlängertes WE in Bayern, …

…kann schön entspannend oder arbeits-intensiv und anstrengend sein. Für mich hieß es diesmal: Arbeiten – Wettkampf – Arbeiten. So wird mir auch gewiss nicht langweilig an 3 “freien” Tagen 😉

Nachdem ich wusste, dass ich an dem verlängerten WE zwei 10-Stunden-Dienste in der Notaufnahme zu absolvieren habe, entschied ich mich den freien Tag als kleinen Formtest zu nutzen. Ich startete daher beim 3MUC triathlon, allerdings nur auf der Volksdistanz um keine Kraft für die nächste Woche zu verpulvern. Nachdem ich über den Lautsprecher gehört hatte, dass Julia Viellehner auch am Start ist, war meine größte Motivation so lang wie möglich an dieser “Semi-Profi” Athletin dranzubleiben. Da ich denke, dass wir beide den Wettkampf aus vollem Training heraus absolviert haben, war es spannend zu sehen, wie lange die eigene Kraft aushält. Wie zu erwarten hat sie die Zündung dann im Laufen gestartet. Bis dato war ich lediglich 10s hinter ihr.

Ich bin gerade wegen der hohen Arbeitsbelastung an Feier- und Sonntag glücklich über solch ein Ergebnis. Der 2. Platz und nur gut eine Minute Abstand zur Erstplatzierten. Die Form stimmt. Leider fehlen mir 2 Monate Wintertraining in Bezug auf die Laufkilometer für ein Top-Ergebnis im Duathlon. Dennoch freue ich mich total am kommenden Sonntag im Deutschland Trikot bei der Duathlon EM in Weyer an den Start zu gehen. Und danach habe ich endlich eine Woche Urlaub. Der letzte Urlaub war nämlich das Trainingslager im März…

Deutsche Vizemeisterin der Ärzte und Apotheker

Hört sich gut an, fühlt sich gut an 😉 – muss man ja auch mal sagen! Immerhin wollte ich bereits seit vier Jahren bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft der Ärzte und Apotheker teilnehmen, die Jahre zuvor hat mich nur als “Tri-Rookie” die 54km lange Radstrecke abgeschreckt. Aber da ich ja dieses Jahr sowieso vorhatte mich an eine Mitteldistanz heranzutrauen, gab es nun keine Ausrede mehr. Der Wettkampf fand im nordwestlichsten Dorf Bayerns statt – in Niedernberg in Unterfranken, für mich als Preußin sind solche entfernten Wettkampforte optimal um Bayern und seine geheimsten Ecken kennenzulernen. Glücklicherweise ist dieses mal auch die Sonne mit uns gezogen. Da ich nur 2 Wochenenden im Monat frei habe, aufgrund von Nachtdiensten, sind diese freien WEs natürlich besonders wertvoll, daher gönnten Marco und ich uns auch den Aufenthalt in dem Verwöhn-Seehotel. Da das Wetter mitspielte, konnten wir vom hoteleigenen Beach die Schwimmstrecke im badewannenwarmen See gleich nach Ankunft testen. 23°C hatte der See und war zudem noch aalglatt. Das ist mein Gewässer. Auch die Radstrecke mit dem ominösen “Berg der Wahrheit” (160hm auf 1.5km) bin ich nach Anreise am Samstag gleich testgefahren. Der Berg war hart und lang, aber ich muss sagen mir ist eine abwechslungsreiche Radstrecke immer noch lieber als 40km brettl-ebene Landstrasse, die ja eh zumeist zum windschattenfahren missbraucht wird.

Start am Sonntag wieder sehr früh, aber da die Sonne bereits ab 6:30 lachte, war die Stimmung gut – meine jedenfalls – Marco muss da immer etwas leiden ;-). Neoverbot bei den bekannten Temperaturen war zu erwarten aber das störe mich wenig. Wir “Ärzte und Apotheker” bildeten eine eigene Startgruppe. Die Siegerin der letzten Jahre – eine seit Jahrzehnten international bekannte deutsche Triathletin (Europameisterin 1989, mehrfach Vize Europameisterin auf der Kurzdistanz) war auch am Start. Bei Ihr war es ein klassischer Start-Ziel Sieg. Ich musste mir meine Position wie immer nach dem Schwimmen erst erkämpfen. Aber einen Platz konnte ich bereits in der Wechselzone gutmachen. Ab aufs neue schnelle Rad und treten was geht. Während des Rennens fühlte sich der Berg glücklicherweise auch gar nicht mehr so anstrengend an wie noch am Tag zuvor. Nach 42km freute ich mich gar nicht so sehr auf das Laufen, da ich wusste, dass die erste Dame ca. 3 Minuten vor mir war und die Sonne um 12Uhr ganz schön knallte. Dennoch versuchte ich die 10.5 km Strecke solide gleichmäßig zu laufen und konnte als 2. Ärztin/Apothekerin 😉 ins Ziel laufen. Was mich umso mehr freute war, dass ich mit meiner Zielzeit sogar den regulären Wettkampf gewonnen hätte! Und mein Ziel fürs nächste Jahr: den Winter über zum Schwimmen zu nutzen und die 3 verlorenen Minuten bis dahin aufzuholen!

Der 13. Juli – Der Tag der Wettkämpfe…

Um nicht allzu lange auf der Finale „warten“ zu müssen, entschied ich mich relativ spontan noch einen weiteren Kurzdistanz Triathlon zu bestreiten. Genauso spontan kam es 1 Woche zuvor zu einem Kauf eines Zeitfahrrads. Dazu eine kleine Anekdote:
Nach über einem Jahr überlegen hab ich mir gedacht “jetzt oder nie” und habe mir ein schickes kleines Schwarzes (BMC TimeMachine) gegönnt. Mega stolz über den Kauf wollte ich dann 2 Tage vorm Wettkampf meine Aeros einbauen. Dazu gehörte natürlich der Wechsel der Bremsbeläge. Nach dem erfolgreichen Einbau an der Vorderseite, kam es zum Hinterrad. Nach über einer Stunde Elli-und-das-neue-Rad, musste ich den kürzeren ziehen. Aufgeben ist für mich eigentlich keine Option. Aber aus Angst das edle Teil irgendwie fahrunfähig zu machen, habe ich die Flinte ins Korn geworfen. Glücklicherweise wurde mein Hilferuf erhört und ein guter Freund kam mir am nächsten Tag zur Hilfe und mit mir GEMEINSAM 🙂 alle Schrauben festgezogen! Hier gilt ewiger Dank, da sich mein “personal mechanic” irgendwo auf der anderen Seite des Atlantik rumgetrieben hat. So nach einer kleinen Testfahrt mit einem Schnitt von 31km/h über 40km dachte ich mir ich wage es diese Maschine in Karlsfeld zu testen. Und das war auch gut so.
Der Wettkampf verlief ohne große Komplikationen.
Einzige Änderung war meine Begleitung. Diesmal hatte ich eine bekannte Läuferin als seelischen Beistand mit an Board. Danke liebe Sonni! Beim Schwimmen (angeblich etwas länger, aber wie dem auch sei) nahezu zeitgleich mit der späteren Siegerin aus dem Wasser gestiegen. Radfahren mit der Maschine war auch ein super Gefühl. Ich bin eher etwas defensiv gefahren aufgrund des stets vorhandenen Respekts der noch ausstehenden zehn Laufkilometer. Es kam wie immer teilweise zu Pulkbildungen, weswegen meine 7. Radzeit eventuell sogar etwas besser einzustufen ist, da ich nicht 1 Minute in den “Genuss” des Windschattens kam! Laufen lief von Anfang an super rund. Mit der 2. besten Laufzeit bin ich wie immer sehr zufrieden und der gesamt 4. Platz ist bei 3 Profis vorweg auch ganz okay. Das war nun der letzte Testwettkampf bevor es in 14 Tagen zur Deutschen Triathlon-Meisterschaft der Ärzte und Apotheker in Niedernberg geht. Der erste meiner drei Saisonhöhepunkte.
Und am Abend wurde mit meinen Kollegen spannend das Finale der Jungs in Rio geschaut und bejubelt! What a race day!

Kulmbach, Paris, München, Erding – Schönes Programm in 7 Tagen

Nachdem ich letzte Woche die erste Kurzdistanz dieses Jahr absolvierte, folgte heute nach einer Woche gleich die nächste. Denn Übung macht ja bekanntlich den Meister und ich hab ja noch einige Wettkämpfe vor mir in dieser Saison. Nachdem ich am Mittwoch für drei Tage nach Paris zum Kongress der FESSH (europ. Gesellschaft für Handchirurgie) gefahren bin, stand nach der Rückreise am Freitag Abend nur ein Tag zur Erholung in München an, bevor es am Sonntag früh gleich wieder nach Erding zum Stadttriathlon ging. Aufgrund der Kongressreise stand diese Woche unter dem Zeichen der aktiven Regeneration und galt als Test in Hinsicht auf verschiedene Abschlusstrainings. Ich versuche herauszufinden welche Trainings die letzten Tage vor einer Kurzdistanz sich am besten auf das Ergebnis auswirken. Am Samstag war nämlich eine längere Radeinheit (2,5h) inkl. eines 1.5km Koppellauf im 5km- Renntempo angesagt. Dem Ergebnis nach kann man nicht sagen, ich sei unausgeruht in den Wettkampf gegangen. Vielleicht war es auch ein Quäntchen mehr Entspannung (aufgrund des starken Damenfeldes) als bei anderen Wettkämpfen, die mich das erste Mal in der Nacht vorm Wettkampf durchschlafen ließen.

Zusammenfassend: Schwimmen war sehr zufriedenstellend, bin von Anfang bis Ende Wasserschatten geschwommen – ein neues Erlebnis seit 2014 ;-). Radfahren war auch für meine Jahreskilometer recht passabel, leider kamen wieder die bekannten Knieschmerzen zur Geltung – das Thema muss in den nächsten Wochen weiter angegangen werden. Laufen – konstante Leistung. Ende des Tages: 7. Platz Gesamt Frauen, hinter 5 Profitriathletinnen, die alle auf der Langdistanz zu Hause sind, bin ich damit sehr zufrieden. 3. in der Altersklasse. Und bei 25°C macht Triathlon in jedem Fall Spaß!