Sommer, Hitze, Frust… Warum?

Sommer, Hitze, Frust…. Warum?

Wie ich schon in meinem letzten Post angedeutet habe, quäle ich mich schon seit dem Wettkampf in Saalfelden mit einer Wadenverletzung herum. Naiv und optimistisch habe ich geglaubt, dass das schon nach 1-2 Wochen wieder weggehen wird – frei nach dem Motto: „Was schnell kommt, geht auch schnell wieder“…aber leider hatte mein Körper da eine andere Strategie, nämlich mich bis zum heutigen Tage zu eine Zwangslaufpause zu zwingen. Mitten in der Saison. Da ist ungefähr das bitterste was man sich vorstellen kann, denn meine Wettkämpfe waren schon längst geplant, die Dienstplanwünsche demnach gestellt worden – also alles top organisiert – schön…aber Planung ist auch nicht alles – Kopf und Körper müssen da an einem Strang ziehen. Die Gründe für diese lästige Verletzung liegen klar auf der Hand – die Balance zwischen Be- und Entlastung hat einfach nicht gestimmt.
Zusätzlich stand noch eine Kongressreise nach Mailand an, die auch mit viel Stress im Vorfeld einherging, denn ich hielt meinen ersten internationalen Vortrag auf Englisch. Bei dem kurzen Aufenthalt in Mailand hab ich es mir dennoch nicht nehmen lassen (da ich eh nicht laufen konnte) ein paar Schwimmbecken auszutesten und musste wieder feststellen wie super man in den südlichen Ländern im Becken trainieren kann, die Becken sind komplett in Bahnen aufgeteilt – so dass einem keine Rückenschwimmer im Weg waren 😉
Zurück zu der Dysbalance… Da muss ich mich nämlich ganz klar an meine eigene Nase fassen. Es ist super, dass ich es auch an den anstrengendsten Kliniktagen noch schaffe das geplante Training durchzudrücken… geht ja alles… aber eben nur für den Moment – der Körper verzeiht (mir) nichts….
Jeden Tag aufs neue aufstehen, ein paar Schritte gehen und dann wieder erinnert werden, dass auch heute kein Laufen möglich ist…ist nicht gerade der beste Start in den Tag . Glücklicherweise hab ich zum einen meinen Beruf der mich täglich 10h davon abhält auch nur kurz Trübsal zu blasen, und zum anderen ist ein Vorteil der Triathleten, dass es ja bei uns noch 2 andere Disziplinen gibt – in meinem Fall auch jene, die eigentlich mehr Aufmerksamkeit bedürfen – so dass man sich folglich doch im Training dort mehr reinhängen könnte. Theoretisch….aber praktisch tut es doch weh, wenn Woche für Woche vergeht und gefühlt nichts voran geht in der Heilung. Ein Versuch nach 4 Wochen einen 10km Dauerlauf zu absolvieren endete mit noch stärkeren Schmerzen und der Entscheidung doch mittels MRT nachzuschauen ob nicht mehr kaputt ist…glücklicherweise hab ich es nicht bis zum Ermüdungsbruch geschafft. Aber vielleicht wäre ein Bruch doch die schnellere Heilungsvariante gewesen – als diese lästige Knochenhautentzündung und Sehnenreizung….Wer mich kennt, weiß dass ich nicht abschalten, akzeptieren dass ruhe angesagt ist und komplett Pause machen kann/möchte. So dass ich z.B. die geplanten 2 Wettkämpfe in Kulmbach und Niedernberg als swim- bike durchgezogen hab. In Kulmbach beim Bayernligarennen konnte ich von Position 16 nach dem Schwimmen auf Position 2 in die Laufschuhe wechseln… das zeigt mir dass ich wenigstens im Radeln keine Leistungseinbuße in Kauf nehmen musste. Auch in Niedernberg bin ich recht flott gefahren – trotzdem ist es nicht gerade leicht nach einem guten Radsplit in die Laufschuhe zu wechseln und locker auszutraben 300m und dann stehen zu bleiben – zumal ich noch nie ein Rennen abgebrochen habe. So sieht’s aus. Aber ich hoffe dass ich meine Radform durch die vermehrten Einheiten etwas pushen kann und vielleicht trau ich mir doch noch im Oktober eine Mitteldistanz zu. Das geht natürlich nur, wenn ich wieder laufen kann. Aber bin guter Dinge dass das in den nächsten Tagen wieder wird.

Der Mai ist vorbei –Wettkämpfe dabei – und zwar DREI

Kleiner Bericht von den ersten drei Tri’s der laufenden Saison.

Gestartet hat die Triathlonsaison mit dem Heimspiel unseres Vereins und gleichzeitigem Auftakt der Bayern- und Regionalliga im Herzen Münchens (Olympiapark). Das erste Mal durfte ich Erfahrungen mit einem Supersprint (400m im Becken – 11,5km Rad – 2,7km Run) machen…Im Laufen bin ich wahrhaftig keine Sprinterin, aber im Triathlon dauert ein Sprint ja auch knapp 40 Minuten. Der zweigeteilte Wettkampf (zunächst ein Einzelwettkampf und am Nachmittag die selben Distanzen als Teamwettkampf) endete für mich als 4. in der Einzelwertung der Regionalliga (mein bisher bestes Ergebnis) und dem 5. Platz mit der Mannschaft.

Der nächste Wettkampf fand dann wie im vergangenen Jahr in Waging statt. Mit dem Werbeslogan „wärmster See Oberbayerns“ können die uns Triathleten allerdings nicht mehr beeindrucken. Wie im vergangenen Jahr ist der erste Freiwasserstart mal wieder extrem kalt gewesen. Auch wenn „nur“ 750m zu absolvieren sind, sind 16 Grad einfach sehr frisch – trotz Neo. Und die Außentemperaturen von 12 Grad ließen die Motivation auch nicht gerade steigen. Der Start war wie immer sehr früh (8:30) und da diesmal Regional- und Bayernliga gemeinsam starteten, war es das erste Mal in der Liga, dass 70 Mädels am Start waren. Folglich gab es auch ein ordentliches Geprügel im Wasser. Ich versuchte – wie sonst auch im Leben – mich eher aus diesen Prügeleien rauszuhalten und mich nicht in meinem Rhythmus stören zu lassen. Das hat auch ganz gut geklappt. Wenigstens komme ich nicht mehr als Letzte aus dem Wasser, so dass ich auch eine paar Mädels zum Radeln hatte (Windschattenfreigabe). Allerdings hatte ich eine kleine Panne mit meinen Schuhen – diesbezüglich keine weiteren Details *g – und von daher musste ich die Aufholjagd bereits beim Rad beginnen und natürlich beim Laufen versuchen so viele Plätze wie möglich gut zu machen. Da ich meine Füße aufgrund der Kälte bis Kilometer 4 nicht spürte, hatte ich auch nicht das Gefühl volle Laufleistung zu bringen – aber das Problem hatten sicher viele an dem Tag. Zum Aufwärmen ging es anschließend dafür erstmal in die Sauna ;-)… Ach ja Gesamtplatzierung Mannschaft Platz 3 und Einzelplatz 24. Gut da kann man noch dran arbeiten, allerdings darf man auch nicht unter den Tisch kehren, dass ich von Freitag auf Samstag Nachtdienst hatte – also mal wieder nicht die beste Regeneration vor einem Wettkampf und jeder der mal Lust auf eine Mischung Alkohol, Platzwunden, offene Brüche, Geschrei, Geschimpfe, Gestank und Gewalt haben will, der sei herzlich eingeladen mal vorbeizuschauen ;-).

Spaß beiseite.

Ein Wettkampf fehlt noch.

Vergangenes Wochenende habe ich ein für mich neues Format ausgetestet. Trimotion 55.5 hieß es am Samstag im schönen Saalfelden. „55.5“ – der kleine Bruder vom weitaus bekannteren „111“ (1km swim-100km rad – 10km Laufen). Saalfelden liegt knapp 25km von Fieberbrunn entfernt, so dass ich ein schönes Berg- Family – Tri – WE planen konnte. Leider waren die letzten Wochen nicht nur Trainings- sondern auch Notfallversorgungs-intensiv. Soll heißen, dass die Regeneration anscheinend etwas zu kurz kam. Das ließ mich mein Körper in Form einer Verhärtung der Wade spüren. Aber da ich dank meinem neuen Trainerteam mit Julia Viellehner und Tom Stecher (http://viellehner-running.de) gerad total viel Spaß an der Umsetzung des Plans habe, habe ich das Programm weiter durchgezogen. Nach einem 1000er Programm vergangenen Mittwoch auf der Bahn wurde dann aus der Wadenverhärtung eine Knochenhautentzündung ;-(.
Dennoch wollte ich das so mit Vorfreude geplante Rennen in Saalfelden/Fieberbrunn nicht absagen – auch wenn’s vielleicht nicht die vernünftigste Entscheidung war. Lange Rede kurzer Sinn. Natürlich bin ich gestartet – lief erstaunlich gut – wieder ein paar „Schwierigkeiten“ mit den Radschuhe – dafür aber solide Radleistung – mäßige Schwimmleistung und überzeugende Laufleistung. Fazit: wieder mal ein undankbarer 4. Platz in der Frauen Gesamtwertung – immerhin 1.Platz in meiner AK.
Und mit dem Vorhaben nächstes Jahr dort die lange Distanz zu machen, habe ich mich nach Fieberbrunn in eine Entlastungs/Physio/Laufpausen Woche verabschiedet!

2 Wettkämpfe und 1 Jahr älter… puh….

Das neue Lebensjahr hat solide mit dem 2. Platz bei Duathlon in Hilpoltstein begonnen.
Nachdem ich in Ansbach auf dem tiefsten Treppchen stehen durfte, konnte ich nach einem harten Kampf gegen lange Anstiege und Wind beim Laufen und Radeln in der Triathlonregion Roth (angeblich waren Teile unserer 30km sogar von der Ironmanstrecke) eine Stufe höher auf das 2. Treppenstübchen hinauf. Ehrlichgesagt war ich mit solch einer Platzierung – bei dem für einen regionalen Daathlon echt stark besetzen Wettkampf – nicht in das Rennen gegangen. Doch nach dem 1. Lauf konnte ich bereits mit einer guten Ausgansposition als 2. Frau auf das Rad steigen. Nach vorne wurde die Lücke zwar deutlich größer – nicht zu vergessen dass ich es mit einer Profitriathletin zu tun hatte – aber nach hinten wurde trotz kleiner werdenden Lücke diese nicht geschlossen. Mein Ziel nicht auf dem Rad „eingesammelt“ zu werden, habe ich also endlich mal erreicht. So lief ich – zwar mit knapp 5 Minuten Rückstand auf die Erste ins Ziel, war aber dennoch sehr zufrieden. Sicher ist, dass fehlende Radkilometer nicht adhoc aufgeholte werden können. Aber die Hoffnung auf mehr Druck auf dem Rad steigt, mal schauen in wieweit ich mich in dieser Disziplin noch verbessern kann bis zum Ende der Saison.
Abends wurde der gute 2. Platz mit Marco und einem edlen Abendessen gekürt. Montag folgte nun mein Geburtstag an einem ganz normaler Arbeitstag. Dennoch konnte ich den Abend mit meinen Kollegen gemütlich ausklingen lassen.
Heute, am Mittwoch, entschied ich mich statt des regulären Bahntrainings einen Tempodauerlauf für den guten Zweck mitzumachen. Im Rahmen des Deutschen Chirurgen Kongresses, der derzeit in München tagt, lief ich den Organspendelauf über 4,8km mit. Natürlich ist die Zeit bei einem solchen Lauf nebensächlich, und sicherlich nicht bestzeitenwürdig, aber da ich so viel Support durch meine Kollegen und meinen Vater an der Strecke erleben durfte, war der Ehrgeiz natürlich doch geweckt und ich konnte ein guten zügigen – allerdings konkurrenzlosen – Lauf absolvieren. Jetzt reichts auch mal wieder (bis zum 10. Mai) mit den Wettkämpfen und am kommenden Wochenende steht Kontrastprogramm auf dem Plan. Meine Geburtstagsfeier mit Freunden in den Tiroler Bergen. Und dann folgt auch schon bald der 1. Triathlon der Saison 2015!

Auf los geht’s los

Die Saison hat begonnen. So viel steht fest. Die Temperaturen sind jetzt endlich im 2-stelligen Bereich angekommen und somit hat die Saison 2015 für den Ausdauer-drei/zwei-kampf begonnen.
Für mich zunächst noch mit einem Frühjahrshalbmarathon in meiner Heimat BERLIN. Nachdem ich seit über 10 Jahren Wettkämpfe laufe, war es definitiv an der Zeit bei einem der größten Laufveranstaltungen der Welt teilzunehmen, vor allem wenn diese vor der Haustür stattfindet. So habe ich meinen „Rad-armen“ Winter mehr dafür genutzt Laufkilometer zu sammeln. Bis auf ein paar kleinere Wehwehchen bin ich auch gut über den Winter gekommen – mein Körper hat das Lauftraining trotz der langen Läufe gut weggesteckt – was ja bei mir nicht selbstverständlich ist 😉 !
Das eigentliche Ziel einen glatten 4er Schnitt zu laufen, habe ich leider nicht umsetzten können. Seelisch beruhigend las ich am Folgetag des Wettkampfs in der Zeitung, dass selbst die Spitzenläufer am Wettkampfmorgen den Versuch einen Weltrekord zu laufen (aufgrund der Wetterlage) für unmöglich hielten. So kann ich mit meiner Zeit von 1:26:01 (4:05 min/km) doch ganz zufrieden sein – immerhin wusste ich ja bei Beginn des Vorhabens eine PB zu laufen noch nicht wie mein Dienstplan ausschaut und demnach wie viel Regeneration mir in der Woche vor dem Wettkampf zugestanden wird ;-).

Der eigentliche Einstieg in die Saison erfolgte nun am vergangenen Sonntag, den 12.04.2015 in Ansbach. Hier absolvierte ich die klassische Duathlon Kurzdistanz von 10-40-5. Bereits vor 2 Jahren bin ich hier gestartet und damals auf dem undankbaren 4. Platz gelandet. Zwei Wochen nach dem Halbmarathon bestritt ich diesen Wettkampf eher als besseres Bergtraining anstatt groß Achtung auf die Platzierung zu geben. Nachdem ich weder auf Mallorca noch hierzulande bisher Berge gefahren bin, war die Strecke, die selbst vom Veranstalter als „ anspruchsvoll“ einzustufen galt, nicht gerade ein leichter Einsteig. Innerhalb der Runde gab es einen langen Anstieg von 1.5km bei dem 70Hm erklommen werden mussten und das ganze Spiel 5 mal. Ehrlichweise muss ich sagen, dass der Anstieg mir von Runde zu Runde leichter fiel. Vermutlich lag das an dem immer größer werdenden Abstand zum anfänglichen 10km Lauf ;-). Jedenfalls wurde ich nach einem ständigen hin- und her mit der späteren Viertplatzierten – 3. Gesamtfrau und zu meiner Freude sogar mit einem knapp 2 Minuten schnelleren Ergebnis als noch vor 2 Jahren. Somit konnte ich mit einem Lächeln im Gesicht den ersten Wettkampf der Saison abhaken und bin ab in die Sauna zum relaxen.

Marco hat sich während des Rennens – wie immer- mit der Kamera amüsiert und ein paar schöne Fotos geschossen!

Update neues Jahr

Nachdem ich das Jahr relativ unbefriedigend mit meiner Leistung beim MRRC Silvesterlauf beendet habe, kann ich bisher von dem laufenden Jahr nur positive Erlebnisse berichten.

Eine Woche Trainingslager auf Fuerteventura liegt hinter mir. Es ist zwar nicht meine Lieblingsinsel zum Radeln aber fürs Laufen „in Kurz“ und Schwimmen an frischer Luft ist sie im Januar perfekt. Marco und ich waren mit 16 weiteren Läufern und Triathleten aus Bayern im Swim + Run Camp von Julia Viellehner. Aufgrund der unterschiedlichen Leistungs – und Altersklassen war das tägliche Training und die Zeit drumherum sehr entspannt, was nicht heißen soll, dass ich nicht an meine persönlichen Leistungsgrenzen gegangen bin. Es standen alle 2 Tage ein intensive Einheit auf dem Plan (TDL, 400er, Berg-Fahrtspiele, etc). Da ich seit 1.Dezember nicht mehr auf dem Rad sass, konzentriere ich mich derzeit eher auf den ersten Lauf-Jahreshöhepunkt: ein Frühjahrs-HALB-marathon.

Am Ende der letzten Woche war ich zur Radvermessung meines Zeit- und Rennrades bei Fritz Buchstaller. Ich bin gespannt was seine Radeinstellung und seine Tipps zu „meinem Gestell“ diese Saison bewegen können. Das wichtigste ist, dass ich meine Knieschmerzen in den Griff bekomme und somit um eine Arthroskopie herumkomme. Zeigen wird sich das im Trainingslager auf Mallorca. Davon hängt auch die restliche Saisonplanung ab.

Da ich aber Spaß am Wettkämpfen habe und den 3. Winter bereits auf den Langlaufski unterwegs bin, dachte ich mir warum nicht mal bei einem (Spaß)-Bewerb mitmachen. Und darauf hatte ich auch mehr Lust bei den winterlichen Temperaturen als auf einen Crosslaufbewerb. Wir starteten deshalb als Staffel bei dem Wintertriathlon in Zell am See. Mit von der Partie war eine Vereinskollegin, die sich netterweise spontan bereit erklärt hat den „Skitour“ Part (250hm) zu übernehmen. Da wir alle (bis auf Marco – Der Läufer) kein Profi in unserer Disziplin waren, standen der Spaß an der Freude natürlich im Vordergrund. Ich war wider erwarten sehr überrascht, dass ich gar nicht sooo langsam unterwegs war auf der knapp 9km langen Strecke. Gewonnen haben wir natürlich nichts – außer an Erfahrung und die Erinnerung an einen coolen Abend. Jetzt ist die Phase der Feiertage und des Urlaubs vorbei und es geht wieder mit aufgetankten Batterien weiter in der Ausbildung zur Chirurgin!

Netterweise hat Marco wieder ein zwei Fotos von dem Erlebten gemacht 😉

Saison 2014

Den Umständen entsprechend… solide

Am Sonntag bin ich den zweiten Halbmarathon meines Läuferlebens gelaufen. Es sollte ein zufriedenstellender Abschluss einer soliden Saison werden… und genau das ist es auch geworden. Natürlich bin ich mit dem 2. Platz Gesamt Frauen sehr zufrieden, dennoch ist die Zielzeit von 1:28;40 weit weg von meiner Bestleistung. Die Strecke des Altöttinger Halbmarathons besteht zu 80% aus Waldwegen – da ist eine Bestleistung schon mal so gut wie ausgeschlossen, denn es hat schon seinen Grund warum die Weltrekorde alle auf der Bahn gelaufen werden!

Dennoch sollte ich mit dieser Saison zufrieden sein – denn schnell vergisst man (ich ganz vorne voran), dass ich meinen ersten Laufschritt 2014 am 1. März absolvierte, nachdem ich zuvor 8 Wochen mit einer hartnäckigen Verletzung am Becken zu kämpfen hatte. Zu dem kommt natürlich mein Beruf hinzu, welcher nicht immer entspannend ist, und die zusätzlichen Dienste, die sich leider auch nie dem Training anpassen ;-). In diese Kategorie fallen auch die letzten 2 Wochen vor eben diesem Altöttinger Halbmarathon. Diese standen nämlich gänzlich im Schatten der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft d. Plastischen, Rekonstruktiven u. Ästhetischen Chirurgen. Mein Chef organisierte diesen Kongress in München. Für mich selbst stand dann nicht nur die Mithilfe bei der Organisation des Kongresses auf dem Tagesplan, sondern auch mein eigener Vortrag. Die Mühen haben sich aber gänzlich ausgezahlt, denn im Rahmen des Kongresses konnte ich meinen ersten wissenschaftlichen Erfolg verzeichnen: Ich erhielt den Best Paper Award 2013 einer chirurg. Fachzeitschrift.

Wenn man all diese Gesichtspunkte zusammenfasst, und trotz Nacht- und Wochenenddiensten, mäßiger bis gar keiner Regeneration und nur maximal einer Trainingseinheit pro Tag so eine Zeit abgespult werden kann, sollte ich damit doch zufrieden sein – ob ich es bin? Vielleicht wenn ich die Zeit ein wenig Revue passieren lasse. Jetzt lasse ich das wettkämpfen für die nächsten Wochen erstmal sein, auch wenn ich noch Lust hätte 😉 und werde im Anschluss einer kleinen Saisonpause mit Hilfe von Crossläufen Kraft am Berg für die nächste Triathlonsaison sammeln.

Da fährt ein (Wahl) Bayer nach Weyer…

…und es wird zu einer Bronze – Feier 🙂

so oder so ähnlich könnte man meinen Start bei der Altersklassen EM im Duathlon zusammenfassen. Aber ich versuch es mal etwas ausführlicher zu beschreiben, wie ich den Tag und das Rennen erlebte.

Am Samstag Abend angekommen: Grau- nass- kalt- Egal. Einmal die Radstrecke (14km) mit dem 3km langen Anstieg abfahren, musste sein. Dann noch ein kurzer Koppellauf und raus aus den nassen Klamotten und ab zur Wettkampfbesprechung. Die Prognose für den Sonntag sollte nicht besser sein. 11 Grad und Regen. Und diesmal lagen die Meteorologen leider richtig. Als um 7 Uhr die Räder eingecheckt wurden, war es zwar trocken, aber der Schein trübte. Egal. Ich hatte trotz der Kälte Bock auf das Rennen, vor allem das der Schwimmpart ja keine Rolle bei einem Duathlon spielt. Und beim Laufen wird einem immer warm, falls dem nicht so ist – schneller Laufen 🙂
Der Start erfolgte pünktlich nach dem Einlaufen der Nationen. Schon ein cooles Gefühl für “Deutschland” zu starten. Beim Duathlon heiße ich es als sehr schwierig die richtige Pace beim beginnenden 10km Lauf zu treffen. Da ich aber mittlerweile nicht mehr nach einer gewissen “Pace” ein Rennen gestalte, sondern nach über 10 Jahren im Laufsport das Tempo nach Gefühl bestimme, rannte ich einfach mal los. Ich fühlte mich ganz gut, so dass ich trotz des einen steilen Anstiegs pro Runde bis auf Platz 2 vorlaufen konnte. Leider überpacte ich mich doch etwas, so dass ich nach den 10km auf Platz 5 in die Wechselzone einlief. Jetzt hieß es: ab aufs Rad. 3 Runden á 14km mit dem jeweils 3km langen Anstieg. Die erste Runde war die härteste – direkt nach den 10km rauf auf den Berg. Puh… Ich konnte – trotzdem ich meinen Abstand leider auf die ersten 4 Österreicherinnen vergrößerte – den 5. Platz nach der 2. Disziplin aufrecht erhalten. Dann folgte noch ein weiteres Mal die 5km Runde inklusive Anstieg. Die ersten Kilometer fühlten sich schrecklich an – ich glaube es reichte gerad mal für einen 4.20iger Schnitt. Aber dann überholte mich eine junge Britin und ich biss mich an ihr fest und lief das Tempo mit. Endlich raus aus dem Wohlfühlmodus. Leider war sie am Ende doch 8s vor mir im Ziel, dank ihres beherzten Zielsprints für den ich keine Kraft mehr übrig hatte. Aber da sie nicht meine Altersklasse war, kein großer Verlust :-).

Am Ende des Tages würde ich zusammenfassen, dass eine Duathlon Kurzdistanz deutlich härter ist als ein Triathlon. Ich habe aber trotzdem endlich mal wieder einen Wettkampf nach dem Prinzip eines meiner ehemaligen Trainers “all-in” bestritten. Leider kann man mit meinen Rad-Wochenkilometern, die ich es neben der Klinik schaffe zu trainieren, nicht allzu große Rekorde erwarten. Radstärke kommt nicht von ungefähr. Vielleicht darf man auch nicht vergessen, dass ich ja nur eine “Wahlbayerin” bin und die Berge noch nicht lange zu meinem Trainingsterrain gehören! Das war’s mit meiner Triathlon Saison 2014. Es folgt die Vorfreude aufs nächste Jahr und zum Abschluss noch ein Halbmarathon.

Verlängertes WE in Bayern, …

…kann schön entspannend oder arbeits-intensiv und anstrengend sein. Für mich hieß es diesmal: Arbeiten – Wettkampf – Arbeiten. So wird mir auch gewiss nicht langweilig an 3 “freien” Tagen 😉

Nachdem ich wusste, dass ich an dem verlängerten WE zwei 10-Stunden-Dienste in der Notaufnahme zu absolvieren habe, entschied ich mich den freien Tag als kleinen Formtest zu nutzen. Ich startete daher beim 3MUC triathlon, allerdings nur auf der Volksdistanz um keine Kraft für die nächste Woche zu verpulvern. Nachdem ich über den Lautsprecher gehört hatte, dass Julia Viellehner auch am Start ist, war meine größte Motivation so lang wie möglich an dieser “Semi-Profi” Athletin dranzubleiben. Da ich denke, dass wir beide den Wettkampf aus vollem Training heraus absolviert haben, war es spannend zu sehen, wie lange die eigene Kraft aushält. Wie zu erwarten hat sie die Zündung dann im Laufen gestartet. Bis dato war ich lediglich 10s hinter ihr.

Ich bin gerade wegen der hohen Arbeitsbelastung an Feier- und Sonntag glücklich über solch ein Ergebnis. Der 2. Platz und nur gut eine Minute Abstand zur Erstplatzierten. Die Form stimmt. Leider fehlen mir 2 Monate Wintertraining in Bezug auf die Laufkilometer für ein Top-Ergebnis im Duathlon. Dennoch freue ich mich total am kommenden Sonntag im Deutschland Trikot bei der Duathlon EM in Weyer an den Start zu gehen. Und danach habe ich endlich eine Woche Urlaub. Der letzte Urlaub war nämlich das Trainingslager im März…

Deutsche Vizemeisterin der Ärzte und Apotheker

Hört sich gut an, fühlt sich gut an 😉 – muss man ja auch mal sagen! Immerhin wollte ich bereits seit vier Jahren bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft der Ärzte und Apotheker teilnehmen, die Jahre zuvor hat mich nur als “Tri-Rookie” die 54km lange Radstrecke abgeschreckt. Aber da ich ja dieses Jahr sowieso vorhatte mich an eine Mitteldistanz heranzutrauen, gab es nun keine Ausrede mehr. Der Wettkampf fand im nordwestlichsten Dorf Bayerns statt – in Niedernberg in Unterfranken, für mich als Preußin sind solche entfernten Wettkampforte optimal um Bayern und seine geheimsten Ecken kennenzulernen. Glücklicherweise ist dieses mal auch die Sonne mit uns gezogen. Da ich nur 2 Wochenenden im Monat frei habe, aufgrund von Nachtdiensten, sind diese freien WEs natürlich besonders wertvoll, daher gönnten Marco und ich uns auch den Aufenthalt in dem Verwöhn-Seehotel. Da das Wetter mitspielte, konnten wir vom hoteleigenen Beach die Schwimmstrecke im badewannenwarmen See gleich nach Ankunft testen. 23°C hatte der See und war zudem noch aalglatt. Das ist mein Gewässer. Auch die Radstrecke mit dem ominösen “Berg der Wahrheit” (160hm auf 1.5km) bin ich nach Anreise am Samstag gleich testgefahren. Der Berg war hart und lang, aber ich muss sagen mir ist eine abwechslungsreiche Radstrecke immer noch lieber als 40km brettl-ebene Landstrasse, die ja eh zumeist zum windschattenfahren missbraucht wird.

Start am Sonntag wieder sehr früh, aber da die Sonne bereits ab 6:30 lachte, war die Stimmung gut – meine jedenfalls – Marco muss da immer etwas leiden ;-). Neoverbot bei den bekannten Temperaturen war zu erwarten aber das störe mich wenig. Wir “Ärzte und Apotheker” bildeten eine eigene Startgruppe. Die Siegerin der letzten Jahre – eine seit Jahrzehnten international bekannte deutsche Triathletin (Europameisterin 1989, mehrfach Vize Europameisterin auf der Kurzdistanz) war auch am Start. Bei Ihr war es ein klassischer Start-Ziel Sieg. Ich musste mir meine Position wie immer nach dem Schwimmen erst erkämpfen. Aber einen Platz konnte ich bereits in der Wechselzone gutmachen. Ab aufs neue schnelle Rad und treten was geht. Während des Rennens fühlte sich der Berg glücklicherweise auch gar nicht mehr so anstrengend an wie noch am Tag zuvor. Nach 42km freute ich mich gar nicht so sehr auf das Laufen, da ich wusste, dass die erste Dame ca. 3 Minuten vor mir war und die Sonne um 12Uhr ganz schön knallte. Dennoch versuchte ich die 10.5 km Strecke solide gleichmäßig zu laufen und konnte als 2. Ärztin/Apothekerin 😉 ins Ziel laufen. Was mich umso mehr freute war, dass ich mit meiner Zielzeit sogar den regulären Wettkampf gewonnen hätte! Und mein Ziel fürs nächste Jahr: den Winter über zum Schwimmen zu nutzen und die 3 verlorenen Minuten bis dahin aufzuholen!