TransvorarlBERG Triathlon

Der Entschluss beim Transvorarlberg Triathlon mitzumachen, entstand eigentlich schon vor 3 Jahren, nachdem ich einen Bericht darüber gelesen habe. Die Idee im Flachland zu starten und in den Bergen zu finishen, finde ich faszinierend und so wollte ich schon seither dort mitmachen. Die letzten Jahre habe ich mich aber nie getraut – zu groß war der Respekt vor 93km Rad inklusive 2000 Höhenmetern. Aber da dieses Jahr eh alles anders kam als es die Planung vorsah, hatte ich nun viel mehr Radkilometer als sonst in den Beinen und somit schwand auch die Angst vor dem Radpart. Die Schwimmstrecke von 1,2km im Bodensee hatte nur minimalen Einfluss auf eine Anmeldung 😉 – allerdings wusste ich auch, dass die Laufstrecke kein Zuckerschlecken wird, denn auf den 12km sollten auch nochmal 270hm absolviert werden.

Nun die Vorbereitung war heuer fürs Rad würd ich sagen optimal, Schwimmen ohne Einschränkungen (jedoch ohne große Fortschritte *grrrr) und Laufen – interessante Bilanz: in den letzten 3 Monaten bin ich nur 123km gelaufen (Im Vergleich März bis Juni: 480km). Diese Zahlen nahmen mir aber komplett den Druck. Ziel war ordentlich zu schwimmen – Rad so gut wie möglich zu absolvieren und oben nicht als Eisblock anzukommen und dann schauen, dass ich die 12km ins Ziel bringe.

Nun ein paar Infos zu den Bedingungen: Der Bodensee war eine Badewanne mit 22 Grad, die Radfahrt hatte eine Durchschnittstemperatur von 8 Grad (bin unvernünftiger Weise mit nackten Knien geradelt ,was etwas „frisch“ war) und beim Laufen brauchte ich 7km bis ich meine Füße spüren konnte. Aber so verwöhnt wir von den letzten Monaten Sonne waren, so eisig war dieser Wettkampf, anscheinend gehört das aber zum „Trans“ dazu. Denn es gab seit der neuen Auflage noch nie Spätsommerwetter, sondern meist im Schnitt 10 Grad. Das einzige was einen etwas aufmuntert ist, dass es 500 andere Athleten gibt, die so verrückt sind bei dem Wetter nach Lech mit dem Rad zu fahren ;-).

Nun noch kurz meine persönlichen Impressionen: Es war das bisher längste (4:58h) Rennen meines Lebens, und auch wenn es keine klassische Mitteldistanz war (trotzdem wurde hier die Landesmeisterschaft Vorarlbergs ausgetragen), denke ich, dass ich dank gut geplantem Training (auch ohne Laufen) ausreichend vorbereitet war auf so eine Belastung. Denn beim Radfahren konnte ich tatsächlich einige Mädels einsammeln, und das nicht nur in der Ebene, sondern vor allem nach Kilometer 70, als der „Hammer“ namentlich „Hochtannbergpass“ kam.

Einen großen Beitrag hat auch meine Urlaubswoche in Fieberbrunn und Südtirol (Stilfser Joch) dazu beigetragen. Und wie es immer so ist, ist die Radzeit meist maßgebend für die Endplatzierung im Triathlon. Immerhin bin ich 8. Gesamtfrau (4.AK) geworden und nicht unter den Tisch zu kehren, konnte ich sogar noch eine Athletin überholen, die im Veranstaltungsheft angekündigt wurde. Da darf man schon ein wenig stolz sein ;-).

Aber was den Triathlon komplettierte, war das Wiedersehen zweier guten Freunde und der gemeinsame Start mit 2 Vereinskameraden. Eine gemeinsame Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist meines Erachtens doch viel wertvoller als alleine irgendwo am Start zu sein! Danke euch dass ihr mich auch mental unterstützt habt und für die wertvollen Tipps und Tricks vorab! Ach und wer Bergfahren liebt, dem kann ich den „Trans“ nur „wärmstens“ empfehlen! Die Österreicher können einfach tolle Veranstaltungen ohne Massen“tourismus“ auf die Beine stellen.