Da fährt ein (Wahl) Bayer nach Weyer…

…und es wird zu einer Bronze – Feier 🙂

so oder so ähnlich könnte man meinen Start bei der Altersklassen EM im Duathlon zusammenfassen. Aber ich versuch es mal etwas ausführlicher zu beschreiben, wie ich den Tag und das Rennen erlebte.

Am Samstag Abend angekommen: Grau- nass- kalt- Egal. Einmal die Radstrecke (14km) mit dem 3km langen Anstieg abfahren, musste sein. Dann noch ein kurzer Koppellauf und raus aus den nassen Klamotten und ab zur Wettkampfbesprechung. Die Prognose für den Sonntag sollte nicht besser sein. 11 Grad und Regen. Und diesmal lagen die Meteorologen leider richtig. Als um 7 Uhr die Räder eingecheckt wurden, war es zwar trocken, aber der Schein trübte. Egal. Ich hatte trotz der Kälte Bock auf das Rennen, vor allem das der Schwimmpart ja keine Rolle bei einem Duathlon spielt. Und beim Laufen wird einem immer warm, falls dem nicht so ist – schneller Laufen 🙂
Der Start erfolgte pünktlich nach dem Einlaufen der Nationen. Schon ein cooles Gefühl für “Deutschland” zu starten. Beim Duathlon heiße ich es als sehr schwierig die richtige Pace beim beginnenden 10km Lauf zu treffen. Da ich aber mittlerweile nicht mehr nach einer gewissen “Pace” ein Rennen gestalte, sondern nach über 10 Jahren im Laufsport das Tempo nach Gefühl bestimme, rannte ich einfach mal los. Ich fühlte mich ganz gut, so dass ich trotz des einen steilen Anstiegs pro Runde bis auf Platz 2 vorlaufen konnte. Leider überpacte ich mich doch etwas, so dass ich nach den 10km auf Platz 5 in die Wechselzone einlief. Jetzt hieß es: ab aufs Rad. 3 Runden á 14km mit dem jeweils 3km langen Anstieg. Die erste Runde war die härteste – direkt nach den 10km rauf auf den Berg. Puh… Ich konnte – trotzdem ich meinen Abstand leider auf die ersten 4 Österreicherinnen vergrößerte – den 5. Platz nach der 2. Disziplin aufrecht erhalten. Dann folgte noch ein weiteres Mal die 5km Runde inklusive Anstieg. Die ersten Kilometer fühlten sich schrecklich an – ich glaube es reichte gerad mal für einen 4.20iger Schnitt. Aber dann überholte mich eine junge Britin und ich biss mich an ihr fest und lief das Tempo mit. Endlich raus aus dem Wohlfühlmodus. Leider war sie am Ende doch 8s vor mir im Ziel, dank ihres beherzten Zielsprints für den ich keine Kraft mehr übrig hatte. Aber da sie nicht meine Altersklasse war, kein großer Verlust :-).

Am Ende des Tages würde ich zusammenfassen, dass eine Duathlon Kurzdistanz deutlich härter ist als ein Triathlon. Ich habe aber trotzdem endlich mal wieder einen Wettkampf nach dem Prinzip eines meiner ehemaligen Trainers “all-in” bestritten. Leider kann man mit meinen Rad-Wochenkilometern, die ich es neben der Klinik schaffe zu trainieren, nicht allzu große Rekorde erwarten. Radstärke kommt nicht von ungefähr. Vielleicht darf man auch nicht vergessen, dass ich ja nur eine “Wahlbayerin” bin und die Berge noch nicht lange zu meinem Trainingsterrain gehören! Das war’s mit meiner Triathlon Saison 2014. Es folgt die Vorfreude aufs nächste Jahr und zum Abschluss noch ein Halbmarathon.