Deutsche Vizemeisterin der Ärzte und Apotheker

Hört sich gut an, fühlt sich gut an 😉 – muss man ja auch mal sagen! Immerhin wollte ich bereits seit vier Jahren bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft der Ärzte und Apotheker teilnehmen, die Jahre zuvor hat mich nur als “Tri-Rookie” die 54km lange Radstrecke abgeschreckt. Aber da ich ja dieses Jahr sowieso vorhatte mich an eine Mitteldistanz heranzutrauen, gab es nun keine Ausrede mehr. Der Wettkampf fand im nordwestlichsten Dorf Bayerns statt – in Niedernberg in Unterfranken, für mich als Preußin sind solche entfernten Wettkampforte optimal um Bayern und seine geheimsten Ecken kennenzulernen. Glücklicherweise ist dieses mal auch die Sonne mit uns gezogen. Da ich nur 2 Wochenenden im Monat frei habe, aufgrund von Nachtdiensten, sind diese freien WEs natürlich besonders wertvoll, daher gönnten Marco und ich uns auch den Aufenthalt in dem Verwöhn-Seehotel. Da das Wetter mitspielte, konnten wir vom hoteleigenen Beach die Schwimmstrecke im badewannenwarmen See gleich nach Ankunft testen. 23°C hatte der See und war zudem noch aalglatt. Das ist mein Gewässer. Auch die Radstrecke mit dem ominösen “Berg der Wahrheit” (160hm auf 1.5km) bin ich nach Anreise am Samstag gleich testgefahren. Der Berg war hart und lang, aber ich muss sagen mir ist eine abwechslungsreiche Radstrecke immer noch lieber als 40km brettl-ebene Landstrasse, die ja eh zumeist zum windschattenfahren missbraucht wird.

Start am Sonntag wieder sehr früh, aber da die Sonne bereits ab 6:30 lachte, war die Stimmung gut – meine jedenfalls – Marco muss da immer etwas leiden ;-). Neoverbot bei den bekannten Temperaturen war zu erwarten aber das störe mich wenig. Wir “Ärzte und Apotheker” bildeten eine eigene Startgruppe. Die Siegerin der letzten Jahre – eine seit Jahrzehnten international bekannte deutsche Triathletin (Europameisterin 1989, mehrfach Vize Europameisterin auf der Kurzdistanz) war auch am Start. Bei Ihr war es ein klassischer Start-Ziel Sieg. Ich musste mir meine Position wie immer nach dem Schwimmen erst erkämpfen. Aber einen Platz konnte ich bereits in der Wechselzone gutmachen. Ab aufs neue schnelle Rad und treten was geht. Während des Rennens fühlte sich der Berg glücklicherweise auch gar nicht mehr so anstrengend an wie noch am Tag zuvor. Nach 42km freute ich mich gar nicht so sehr auf das Laufen, da ich wusste, dass die erste Dame ca. 3 Minuten vor mir war und die Sonne um 12Uhr ganz schön knallte. Dennoch versuchte ich die 10.5 km Strecke solide gleichmäßig zu laufen und konnte als 2. Ärztin/Apothekerin 😉 ins Ziel laufen. Was mich umso mehr freute war, dass ich mit meiner Zielzeit sogar den regulären Wettkampf gewonnen hätte! Und mein Ziel fürs nächste Jahr: den Winter über zum Schwimmen zu nutzen und die 3 verlorenen Minuten bis dahin aufzuholen!