Alles neu mit dem Mai …oder so ☺

Nach 4 Monaten Wettkampfabstinenz traute ich mich am 26.April das erste Mal wieder an eine Startlinie. Es war ein stinknormaler 10km Straßenlauf – gleich in der Nähe – in Geretsried. Wie ich witziger weise vorort bemerkte, startete ich bereits im Jahre 2011 dort – damals aber noch als Läuferin und daher einer ganz anderen Performance. Nach dem Wettkampf schaute ich Interesse halber nach wieviele Km ich denn dieses Jahr überhaupt schon gelaufen bin – ernüchterndes Ergebnis: es waren tatsächlich nur 220km. Andere werden jetzt sicher lachen und sich denken, dass läuft man doch in ein oder zwei Wochen. Aber man – und vor allem ich – darf nicht vergessen, dass ich am 1.3. zum ersten Mal erst wieder meine Laufschuhe schnüren durfte. Ohne zu wissen was geht, aber mit dem Ziel bloß nicht zu schnell loszulaufen, lief ich die ersten 5km relativ konstant um die 4min/km, aber dann ließ das Stehvermögen nach und ich wurde ein tick langsamer was dann zu der langsamsten 10km Straßenlaufzeit meiner Laufkarriere führte. Damit muss man erstmal klarkommen. Analysieren brauch ich das nicht. Die Trainingsaufzeichnungen sprechen für sich – trotzdem erhofft man sich ehrlicherweise doch immer ein kleines „Wunder“. Allerdings lässt sich heutzutage meine Laune nicht mehr (lange) durch Wettkampfergebnisse beeinflussen. Denn Sport ist nur die schönste Nebensache der Welt (sagte immer ein ehemaliger Trainier von mir) und mein Beruf bestimmt meinen Alltag. Und das Schöne ist, dass ich mich täglich freue in die Klinik zu gehen, mir die Arbeit und das Operieren extrem viel Spaß machen und auf jeden fall auch nachhaltiger sind als irgendein Wettkampf. Nichtsdestotrotz gehört der Sport zu meinem Leben. Daher heißt es aktuell „jetzt erst recht“. Besser werden kann man nur durch wettkämpfen. Also aufstehen und weitermachen. So startete ich am Sonntag bei den Bayerischen Meisterschaften über die Duathlon Kurzdistanz in Krailling. Wie es leider so oft ist, war Petrus mit seiner Wetterplanung 24h zu spät. So dass der Wettkampf bei einem sehr frühen Start um 9 Uhr und ca. 6 Grad absolviert werden musste. Der Spruch „es gibt kein schlechtes Wetter, nur ….“ stimmt leider bei einem Duathlon Wettkampf nicht wirklich, denn entweder man schwitzt beim Laufen oder friert beim radeln. Atypischer Weise entschied ich mich fürs frieren 😉 Ich sparte Material an der oberen Extremität. Beim Laufen war noch alles gut – so konnte ich als 2. Frau in die Wechselzone rennen. Nun hieß es 40km treten was das Zeug hält. Aber auch hier merkte ich recht bald, dass ich heuer kaum Intervalle gefahren bin und irgendwie kein Pepp da war. Beim Radeln holten mich zwei Frauen. Vor dem 2.Wechsel dachte ich – jetzt geht’s los , doch obwohl das Wechseln ja eigentlich eines meiner Stärken ist, kann auch ich bei „höherer Gewalt“ nichts machen ;-( . Denn fehlende Handschuhe waren ursächlich dafür, dass ich geschlagene 60s versuchte nach dem Radeln den Helm aufzubekommen. Kurzfristig überlegte ich einfach mit Helm los zu rennen 😉 aber ein netter Helfer wies mich schnell darauf hin, dass das auch keine Lösung sei! Irgendwann war dat Ding uff – und ich startete mit einem zu großen Abstand auf die 3. Frau, so dass es unmöglich war noch einen Podestplatz zu erwischen und so brachte ich den Wettkampf so schnell es ging einfach nur noch zu Ende. Schließlich stand ein undankbarer 4. Platz auf der Liste und eine weniger zufriedene Elli.
Und nun? Klar – es kann ja nur noch besser werden. Was noch hinzu kam an diesem weniger erfreulichen Tag war, dass ich mich noch nicht mal ausgiebig von den „Strapazen“ erholen durfte, sondern es stand ein total anstrengender Nachtdienst in der Notaufnahme auf dem Programm – blöd – aber selbst ausgesucht ☺
Nun denn…bei mir steht jetzt trainieren trainieren trainieren auf dem Programm. Ich bleib dran. Versprochen!