Sommer, Sonne , Sieg

Einen weiteren schönen Triathlon habe ich am vergangenen Wochenende in der Nähe von Freiburg erleben dürfen. Angereist in die sonnenreichste Stadt Deutschlands sind wir bereits am Samstag, um das Wasser und die Umgebung schon mal zu sichten. Im Rahmen des Breisgau Triathlons habe ich bei der Jedermanndistanz mitgemacht. Trotz des Erfolges des vergangenen Wochenendes ging ich ohne große Erwartungen an den Start. Das ist echt das Gute, wenn man in ein Bundesland fährt in dem man weder gelebt noch trainiert hat. Man kennt keine Namen auf der Startliste, keine Strecken, keine Wettkämpfe und daher auch keinen Stress. Ich finde das manchmal ganz vorteilhaft – auch wenn man sagt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt 😉 aber so konnten Marco und ich am Samstag abend noch ganz entspannt einen tollen Sommerabend in der Universitätsstadt Freiburg genießen und wurden am Sonntag früh auch noch mit ordentlich Sonne geweckt. Den See hab ich bereits am Vortag angetestet. Ruhiges Gewässer- 700m Dreieckskurs – Männer und Frauenstart zwar gleichzeitig, aber räumlich getrennt -> auch ne feine Sache. Schwimmen natürlich ohne Neo. Aber so musste man sich wenigstens nicht mit dem Ausziehen plagen. Ich glaube so langsam ist meine Panik bei Massenstarts im Triathlon geheilt, denn auch diesmal hab ich einfach bei dem Gerangel mitgemacht, anstatt auszuweichen. Nach knapp 12 Minuten konnte ich auch schon wieder auf festem Untergrund den Beinen freien Lauf lassen. Zunächst zum Rad, dann auf dem Rad. Mit selbigem über die am Tag zuvor noch als so idyllisch bezeichneten Weinberge beim Rennen doch nun eher als anstrengend steil empfunden. Insgesamt hatte die 32km kurze Strecke knapp 320 hm – verteilt über 2 Anstiege, aber trotz der Kürze hatte diese es echt in sich. Daher konnte ich auch nicht so ganz locker auf die ebenfalls leicht profilierte (insgesamt zwar nur 70hm) 7,5km Laufstrecke gehen. Dass ich aus dem Wasser nicht als 1. Frau kam, ist selbstredend, aber auf dem Rad konnte ich bereits ein paar Frauen gutmachen, jedoch hatte ich keine Ahnung an welcher Position ich während des Radsplits stand. Aber als ich dann nach über einer Stunde Wettkampf auf die Laufstrecke wechselte und dort ein Fahrrad mit der Markierung “1.Frau” auf mich wartete, war ich echt total überrascht und erleichtert. Allerdings weiß ich ja selbst, dass ein Triathlon erst auf der Ziellinie beendet ist… Jedenfalls wollte ich unter allen Umständen noch meine Laufstärke unter Beweis stellen! Nicht ganz so locker flockig wie die Woche zuvor konnte ich die 2 Runden meistern, jedoch wurde der Abstand zu der Zweitplazierten immer größer und ich konnte mit großer Mühe mein angepeiltes Tempo halten und am Ende mit knapp 5 Minuten Vorsprung den 2.Sieg meiner noch so jungen Triathlon-“Karriere” feiern. Leider fehlten mir 40s zum Streckenrekord. Aber so habe ich ja noch Ziele für das nächste Jahr 😉

Jetzt heißt es aber erstmal 12 Tage durcharbeiten, denn am kommende Wochenende lautet mein Wettkampf: “Die Nächte in der Notaufnahme so gut wie möglich bewerkstelligen”.

Presseartikel Badische Zeitung