Nach 3 Jahren Schweiß und Tränen – Endlich die Belohnung

Mein allererster Gesamtsieg der Frauen beim 5. Main-Post Mainfrankentriathlon (Olympische Distanz)!

Nachdem ich meine Wettkampfplanung aufgrund der neuen Dienstplansituation komplett umwerfen musste, kam die Wahl für die Wettkämpfe im August erst vor 2 Wochen zustande. Und als ich in der Ausschreibung las: „Der Triathlon mit dem besonderen Flair und der schnellsten Schwimmstrecke“ – war die Entscheidung schnell gefallen.

Angereist sind Marco und ich bereits am Freitag abend, denn nach vielen stress-geplagten Anreisen in der Vergangenheit zu diversen Wettkämpfe gingen wir hier auf Nummer sicher – und das war auch gut so! Nachdem der Start erst um 13h war, konnte ich nach einer 6h-Schlaf-pro-Nacht Woche wenigsten einmal ausschlafen. Wetter war perfekt, Hotel gleich um die Ecke – alles gute Vorraussetzungen dafür, dass es zu keinen Aufregungen vor dem Start kommen konnte. Da flussabwärts geschwommen wurde, wurden die Athleten mit Bussen zu dem 1,6km entfernten Start gebracht. Trotz 22° Wassertemperatur war der Neo erlaubt. Umso besser.

Keine Angst vor dem Schwimmstart war zu verspüren, und das obwohl 600 Menschen sich in dem breiten Fluss bereit hielten. Aber mich kannte keiner, es gab keine Erwartungen außer Spaß an der Freude!

Mein persönliches Ziel war heute: Wasserschatten suchen und halten. Rückblickend würde ich sagen 50% der Strecke ist mir das auch gelungen. Immerhin ;-). Anders als bei den Bundesliga-Wettkämpfen kam ich natürlich nicht als einer der letzten aus dem Wasser – das ist schon mal ein gutes Gefühl. Nachdem ich dann etwas zu kämpfen hatte beim Ausziehen des Neos, ging es auch gleich raus auf die Radstrecke. Hier gab es noch eine Neuheit: Ich hatte meine neuen Aero Laufräder am Rad! Nach 40km Radfahren durch den Weinlandkreis kam ein super schneller Wechsel auf die Laufstrecke, bei dem ich bereits 1 weitere Position gutmachen konnte. Drei Frauen waren bereits vor mir auf der Laufstrecke. Die erste knapp drei Minuten vorweg – auf 10km schon eine Hausnummer. Aber ich ließ mich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, versuchte einfach mein Tempo in meinem Rhythmus zu laufen. Wie ich später erfahren habe war ich deutlich schneller unterwegs als meine Konkurrentinnen… das hätte ich zu diesem Zeitpunkt aber nie für möglich gehalten. Die dritte Frau konnte ich bereits nach den ersten Kilometer einsammeln, bei Kilometer Vier holte ich die zweite Frau… und als es auf die zweite Laufrunde ging, sah ich in noch weiter Ferne die erste Frau in Radbegleitung „1. Frau“… Weiter im Takt konnte ich bergauf bei Kilometer Sechs die Vorjahressiegerin überholen und den Sieg nach weiteren vier Kilometern ins Ziel bringen. Wow. Das war was!