Volltreffer!

Ein weiterer Triathlon ist Geschichte. Nachdem ich dieses Jahr mehr denn je frustriert aus den bisher bestrittenen Triathlon Rennen gegangen bin, ließ ich mir die Motivation nicht nehmen. Letzte Woche beschloss ich, das freie Wochenende (was ja für mich, aufgrund der Dienstpläne, eher eine Seltenheit als die Regel ist) für einen Wettkampf meiner Wahl zu nutzen. Allerdings kam eine neue berufliche Herausforderung auf mich zu. Ich habe diese Woche auf der Plastischen Chirurgie angefangen und wurde überraschend an unseren Standort nach Großhadern am Rande der Stadt eingeteilt, dass bedeutet eine 10km Distanz, die ich in der ersten Woche mit dem Rad bewältigte. Das wiederum bedeutete eine Stunde weniger Schlaf morgens ;-(.

Es gab dieses Wochenende relativ viele Angebote in Bayern. Die Entscheidung fiel auf eine Sprintdistanz mit abgänderter Streckenzusammensetzung. Der 22. Eschenbacher Volkstriathlon. Für mich natürlich optimal: 0,6 – 25 – 5 . Und noch besser: Start 14h.

Als zusätzliches Schmankerl durfte ich von einem Bekannten gute Laufräder ausleihen. Das machte natürlich noch mehr Lust auf den Wettkampf, denn das Material spielt ja in der Triathlonwelt doch eine große Rolle – wenn auch teilweise nur optisch ;-).

Das einzige Übel war die Entfernung – 250km von München. Trotz der großzügig errechneten Anfahrtszeit, stand der Start kurzfristig in den Sternen, denn es gab vorübergehen eine Totalsperrung auf der Autobahn! Der eigentlich Plan vorher noch bei einem Radladen einen Aerobar zu besorgen (mein eigener lag unglücklicherweise in Berlin) musste aufgrund der Sperrung leider aufgegeben werden. Naja dafür hatte ich ja die flotten Räder.

Rechtzeitig angekommen zunächst ein Blick auf den See. Ruhig wie im Schwimmbad! Das entspannte meine allgemeine Sorge bezüglich der ersten Disziplin maximal.

Gestartet wurde in einer Welle, was bei knapp 100 Athleten auch vertretbar war. Allerdings – zur Überraschung vieler – Neoverbot! Nachdem ich in den letzten Wochen mehrfach über mein Schwimmverhalten im Wettkampf mit meinem Trainer gesprochen hatte, war es das erste Mal – seit ich diesen Sport betreibe – dass ich von Anfang bis Ende in einer Gruppe, trotz Rempelei , mitschwimmen konnte. Für mich ein einmaliges Erlebnis – TOLL – es hat endlich mal geklappt. So kam ich nach 9:30 min als 4. Frau aus dem Wasser. Nun galt es: schnell zu wechseln, und soweit es auf dem Rad geht, Position und Zeit gut zu machen. Die Radstrecke hatte es mit 110hm auch in sich. Die Wendepunktstrecke wurde zweimal durchfahren, so dass ich nach einem Viertel etwa sehen konnte wie weit die anderen vor mir sind. Kurz vor Schluss konnte ich sogar die 3. Frau noch überholen, so dass ich als 3. Auf die Laufstrecke gehen konnte. Marco rief mir zu, dass die erste Frau „nicht allzu weit weg sei“ – was mit 3 min leicht untertrieben war 😉 aber vom ersten bis zum letzten Schritt konnte ich die wellige Laufstrecke optimal bewältigen und kann mit einer 5km-Zeit von 18:50 (handgestoppt) auch sehr zufrieden sein. Leider fehlten mir am Ende doch 17s auf die erste Frau, wer weiss ob der fehlende Aerobar das noch hätte wettmachen können?!

Fazit: Triathlon macht wieder Spaß und hat gezeigt, dass bis zum letzten Meter noch alles offen ist. Und noch was: Laufräder haben schon was… tolles !

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