Ausflug in die Rad- und Schwimmwelt

Die letzte Arbeitswoche auf der Intensivstation beinhaltete noch ein paar Freizeitausgleichtage. Da kam mir das Angebot eines bekannten, der dem BMW Radteam angehört, ganz recht mal spaßeshalber bei einem Einzelzeitfahren im Norden von München mitzumachen. Ich weiß nicht, ob ich mich alleine zu den Männern gesellt hätte, aber spontaner weise hatte eine Trainingskollegin auch Lust und so fuhren wir zwei mit unseren Rennrädern (und keinen Zeiträdern mit Scheibe, Schnabelhelm o.Ä. im Gepäck) zum vereinbarten Treffpunkt. Das Wetter auf der Fahrt dahin , ließ schon kurzfristig auf eine Absage des Rennens hinmuten, aber die 15 mutigen und wettertrotzigen Radler, ließen sich das Rennen trotz düsterem Himmel und nassen Straßen nicht nehmen. So nun konnten wir da auch nicht mehr raus, denn wir waren ja extra angefahren. Das auspacken der Räder zögerten wir noch ein wenig hinaus, weil wir extrem beeindruckt von den Maschinen waren, die die Jungs auspackten. Ich hatte noch nicht mal einen Aerolenker im Gepäck, geschweigedenn ein Carbonbike oder selbige Felgen. Aber so ging ich mit den Einstellung ran: Jeder Wettkampf ist besser als Training. Ich fuhr die 16,1km mit meinem Bekannten zunächst ein. Also ein Warmup war das bei weitem nicht, zum Glück hatte ich in der Eile meinen Pulsgurt vergessen umzumachen…Nachdem die Strecke recht einfach war, ging es dann auch pünktlich los, und die Männer (und wir 2 Mädels) starteten im 30s Takt. Gut, dass ich überholt wurde, war selbstredend, aber an dem 2. Mann versuchte ich den Abstand vor allem an den Anstiegen wieder zu verringern – was mir auch gelung – nur leider konnte ich ihm nicht mehr folgen, als es die letzten 3km nur noch flach geradeaus ging! Am Ende stand bei mir eine km/h Schnitt von 34,8 auf dem Tacho bei insgesamt 105hm. Und der Puls war maximal bei 180 – das war selbst ein Novum für mich auf 2 Rädern. Und es war echt eine super Idee, was ich sicher gerne wieder als Trainingseinheit mitmachen werde.
Um die Woche der außergewöhnlichen Trainingsreize zu komplettieren, meldete ich mich am Samstag bei der 1km Distanz des Münchener Langschwimmen auf der Ruderregatta an. Also ich die Meldeliste mit 400 Startern sah und die gemeinsame Startzeit der 4 und 1km Distanz, klopfte mein Herz ganz schön. Massenstarts sind ja mit das schlimmste für mich beim Freiwasserschwimmen. Aber genau da liegt der Punkt – das muss geändert werden und am besten gleich am Samstag. So ging ich mit meinem Neo und der restlichen Masse der Schwimmer in das Wasser der Ragattastrecke und versuchte nicht zu viel drüber nachzudenken. Und dann ging’s auch schon los. Eingereiht hatte ich mich (wie die meisten der 1km Schwimmer) eher mittig vom See und am Rand der Athletenmasse, nach ein zwei Kontakten mit anderen Schwimmer kam ich gut in meinen Rhythmus und schwamm (glaub ich) auch recht gute Linien zwischen den Bojen. Leider hatte ich wieder niemanden bei dem ich Wasserschatten üben konnte. Aber es lief trotzdem so rund, dass ich als Dritte Frau das Wasser verlassen konnte und darüber war ich echt sehr überrascht und total glücklich dass ich den Wettkampf mitgemacht hatte. Und nun bleibt mir nur noch zu hoffen, dass bei den kommenden Triathlons ich einen ruhigen See ohne Unebenheiten oder Strömungen vor mir finde, das wäre jetzt eigentlich mal wieder an der Reihe!

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